US-Unternehmen investieren wieder in Argentinien

Mauricio Macri
Argentiniens Staatspräsident Mauricio Macri.

Mauricio Macri ist es in wenigen Monaten gelungen, ein investitionsfreudiges Klima zu schaffen.

Buenos Aires – US-Unternehmen haben Investitionen in der Höhe von 16,1 Mrd Dollar in Argentinien angekündigt. Die von der Regierung des neuen Präsidenten Mauricio Macri eingeführten Reformen und die hieraus entstehende bessere Vorhersagbarkeit bildeten einen geeigneten Rahmen, erklärte der Vorsitzende der Amerikanischen Handelskammer in Argentinien (AmCham Argentina), Juan Vaquer, am Mittwoch auf der Jahrestagung der Wirtschaftsvereinigung in Buenos Aires.

Die Ankündigung fällt mit dem Argentinien-Besuch von US-Präsident Barack Obama zusammen. Mit seinem Kollegen Macri unterzeichnete er am Mittwoch unter anderem Verträge zur Förderung der Investitionen und zum Abbau der Handelsbarrieren zwischen beiden Ländern. Obama – der in Argentinien von rund 400 Vertretern von US-Grosskonzernen begleitet wurde – lobte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Macri dessen „rasche Umsetzung“ vieler Wirtschaftsreformen, durch die Argentinien wieder Anschluss an die globale Wirtschaft finde.

Die Autohersteller General Motors und Ford, der Chemiekonzern Dow Chemical, das Agrarunternehmen Tabacal der Seaboard Corporation und der Windenergieanlagen-Produzent Genneia sind nach Angaben Vaquers einige der Firmen, die in den nächsten 18 Monaten ihre Investitionen in Argentinien stark erweitern wollten, wie die Zeitung „La Nación“ berichtete.

Macri hat die Regierung im Dezember 2015 von seiner Vorgängerin Cristina Fernández de Kirchner übernommen, die in ihren letzten Amtsjahren strenge Devisenkontrollen und Aussenhandelsrestriktionen eingeführt hatte. (awp/mc/pg)

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