US-Wirtschaft wächst nach Einbruch noch stärker als gedacht

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(Bild: Les Cunliffe - Fotolia.com)

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Washington – Die Vereinigten Staaten haben den Konjunktureinbruch vom Jahresbeginn im Frühjahr mehr als aufgeholt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei im zweiten Quartal um annualisiert 4,2 Prozent gewachsen, teilte das Handelsministerium am Donnerstag mit. Volkswirte hatten nur einen Zuwachs um 3,9 Prozent erwartet und damit etwas weniger als die 4,0 Prozent aus der ersten Wachstumsschätzung für die Monaten April bis Juni.

Experten des privaten Forschungsinstituts Capital Economics sehen die Aufwärtsrevision der Wachstumsdaten in einer Linie mit zuletzt überraschend guten Konjunkturdaten aus den USA. In den vergangenen Wochen gab es vermehrt Hinweise, dass die US-Wirtschaft auch im weiteren Verlauf des Jahres kräftig wachsen wird. Der US-Kongress in Washington geht in einer aktuellen Schätzung des unabhängigen Haushaltsbüros (CBO) davon aus, dass in den beiden kommenden Jahren ein Wachstum von jeweils 3,4 Prozent aus möglich sind. In diesem Jahr wird ein Wachstum von 1,5 Prozent erwartet.

Verschiedene Branchen mit zweistelligem Wachstum
In den einzelnen Bereichen der US-Wirtschaft gab es laut Ministerium im zweiten Quartal besonders starke Zuwächse bei den langlebigen Gütern mit einem Plus von 14,3 Prozent, bei den Ausrüstungsinvestionen von 10,7 Prozent und bei den privaten Investitionen von 17,5 Prozent. Nach Einschätzung des Capital Economics-Experte Paul Dales dürfte der private Konsum auch im weiteren Verlauf des Jahres durch den konjunkturellen Rückenwind stärker an Schwung gewinnen.

Zu Beginn des Jahres war die grösste Volkswirtschaft des Welt wegen eines ungewöhnlich harten Winters hingegen noch kräftig eingebrochen. Im ersten Quartal ging die amerikanische Wirtschaftsleistung um 2,1 Prozent zurück.

Die Daten zum US-Wirtschaftswachstum sind auf das Jahr hochgerechnet und damit nicht unmittelbar mit Wachstumszahlen aus dem Euroraum vergleichbar. (awp/mc/pg)

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