USA: Aufträge langlebiger Güter fallen zurück

Konjunktur USA

Washington – In den USA sind die Aufträge für langlebige Güter im April leicht gefallen. Im Vergleich zum Vormonat gingen sie um 0,5 Prozent zurück, wie das US-Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten damit gerechnet. Allerdings wurde der bereits kräftige Anstieg im Vormonat von 4,0 auf 5,1 Prozent nach oben gesetzt.

Ohne Berücksichtigung der stark schwankenden Aufträge für Transportgüter stiegen die Aufträge um 0,5 Prozent. Das war etwas mehr als erwartet. Die Aufträge für zivile Kapitalgüter ohne Flugzeuge, die als Indikator für die Investitionstätigkeit der Unternehmen gelten, stiegen deutlich um 1,0 Prozent. Zudem wurde aus dem Rückgang im Vormonat um 0,5 Prozent nach revidierten Zahlen ein Anstieg um 1,5 Prozent.

Verbraucherstimmung im Mai aufgehellt
In den USA hat sich die Verbraucherstimmung im Mai etwas stärker aufgehellt als erwartet. Der entsprechende Indikator stieg um 1,1 Punkte auf 95,4 Zähler, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit einem Anstieg auf 95,0 Punkte gerechnet. Der Vormonatswert wurde von 95,2 auf 94,3 Punkte revidiert.

Verkäufe neuer Häuser über Erwarten
In den USA sind die Verkäufe neuer Häuser im April deutlicher gestiegen als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat erhöhten sie sich um 6,8 Prozent auf annualisiert 517 000 Häuser, wie das US-Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten nur einen Zuwachs um 5,6 Prozent erwartet. Der kräftige Rückgang im Vormonat wurde von 11,4 auf 10,0 Prozent korrigiert.

Hauspreisanstieg im März +0,3%
In den USA sind die Hauspreise im März schwächer als erwartet gestiegen. Zum Vormonat sei das Preisniveau um 0,3 Prozent geklettert, teilte die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Dienstag in New York mit. Volkswirte hatten einen Anstieg um 0,7 Prozent prognostiziert. Im Vormonat waren die Preise um revidiert 0,6 (zunächst 0,7) Prozent gestiegen. Die FHFA ist die Aufsichtsbehörde der in der Finanzkrise verstaatlichten Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Bei der Index-Berechnung werden die Verkaufspreise von Häusern verwendet, deren Hypotheken von den Agenturen gekauft oder garantiert worden sind.

In den Ballungsgebieten beschleunigt
Der Preisanstieg am US-Häusermarkt hat sich im März weiter beschleunigt. In den zwanzig grössten Ballungsgebieten legten die Preise im Jahresvergleich um 5,04 Prozent zu, wie der am Dienstag veröffentlichte S&P/Case-Shiller-Index zeigte. Volkswirte hatten eine Jahresrate von 4,6 Prozent erwartet. Im Februar waren die Hauspreise um korrigiert 4,99 (zunächst 5,03) Prozent gestiegen.  Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise im März um 0,95 Prozent. Auch das lag über den Erwartungen. Im Februar hatte die Rate revidiert 1,21 (zunächst 0,93) Prozent betragen. Die Preisentwicklung am Immobilienmarkt spielt eine grosse Rolle für die Geldpolitik der Notenbank Fed, weil die Hauspreise die Konsumfreude der privaten Haushalte beeinflussen. (awp/mc/cs)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.