USA: ISM-Index Industrie steigt etwas stärker als erwartet

Konjunktur USA

Washington – Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im Juni etwas stärker als erwartet aufgehellt und signalisiert jetzt wieder Wachstum für die weltgrösste Volkswirtschaft. Der Einkaufsmanagerindex ISM stieg von seinem im Vormonat markierten Vierjahres-Tief bei 49,0 Punkten auf 50,9 Zähler, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Montag in Washington mitteilte.

Bankvolkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 50,5 Punkte gerechnet. Besonders deutlich legten der Produktionsindex und der Indikator für neue Aufträge zu.

Der ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA. Indexstände von über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen.

Bauausgaben steigen schwächer als erwartet
In den USA sind die Bauausgaben im Mai schwächer als erwartet gestiegen. Im Monatsvergleich legten sie um 0,5 Prozent zu, wie das US-Handelsministerium am Montag mitteilte. Bankvolkswirte hatten hingegen einen Anstieg um 0,6 Prozent erwartet.

Im Vormonat waren die Bauinvestitionen zudem nicht so stark gestiegen, wie zunächst gemeldet. Die Regierung revidierte den April-Zuwachs von 0,4 Prozent auf 0,1 Prozent nach unten. Seit einigen Monaten ist der US-Immobilienmarkt – Auslöser der schweren Finanzkrise 2008 – auf Erholungskurs. (awp/mc/ps)

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