USA: Produktivität legt überraschend deutlich zu

Konjunktur USA

Washington – In den USA ist die Produktivität im ersten Quartal überraschend deutlich gestiegen. Sie habe um 3,6 Prozent zum Vorquartal zugelegt, teilte das US-Arbeitsministerium nach einer ersten Schätzung mit. Dies ist der stärkste Anstieg seit dem Jahr 2014. 

Volkswirte hatten nur mit einem Zuwachs von 2,2 Prozent gerechnet. Im Vorquartal war die Produktivität noch um revidierte 1,3 Prozent gestiegen. Zunächst war ein Anstieg von 1,9 Prozent ermittelt worden.

Die Lohnstückkosten fielen im ersten Quartal hingegen überraschend. Sie gaben um 0,9 Prozent nach. Ökonomen hatten mit einem Zuwachs um 1,5 Prozent gerechnet. Im Vorquartal waren die Lohnstückkosten noch um 2,5 Prozent gestiegen. Produktivität und Lohnstückkosten sind wichtige Richtgrössen für Unternehmen und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung.

Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe unverändert
Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hat sich derweil überraschend nicht verändert. In der vergangenen Woche habe die Zahl der Anträge unverändert bei 230’000 gelegen, teilte das US-Arbeitsministerium mit. Hier hatten Ökonomen im Schnitt mit einem Rückgang auf 215’000 Anträge gerechnet. Mitte April war bei 193’000 der niedrigste Stand seit etwa 50 Jahren erreicht worden.

Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt stieg die Zahl der Erstanträge um 6500 auf 212’500. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gelten als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts.

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