VP Bank – Spotanalyse: Vielerorts erwartete Trendwende in China bleibt aus

Thomas Gitzel

Dr. Thomas Gitzel, Senior Economist (Emerging Markets) der VP Bank.

Vaduz – Der deutliche Rückgang des chinesischen Einkaufsmanagerindex passt ins Bild. Die erste Datenrunde für das zweite Quartal enttäuschte bereits. Dazu gehörte eine schwächer als erwartete Industrieproduktion und auch die Einzelhandelsumsätze sowie das Investitionswachstum blieben hinter den Schätzungen zurück.

Die Kernbotschaft des Einkaufsmanagerindex ist: Die vielerorts erwartete Wachstumstrendwende im 2. Quartal bleibt aus. Vor allem die deutlich gesunkene Komponente für neue Aufträge untermauert diese Sicht. Die Konsensschätzung für das chinesische Wachstum von 8,2 Prozent für das Jahr 2012 passt somit nicht mehr ins Bild. Revisionen werden nötig sein. Ob es zu den an den Finanzmärkten erwarteten deutlichen Konjunkturstimuli durch die chinesische Regierung kommt, ist aber mehr als fraglich. Letztlich strebt die Regierung ein BIP-Zuwachs von 7,5 Prozent für das laufende Jahr an. Der heutige Fall des Einkaufsmanagerindex bestätigt lediglich, dass das Wachstumsziel der chinesischen Regierung nicht zu pessimistisch gewählt wurde. (VP Bank/mc/ps)

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