Was passiert nach Olympia 2012?

Olympiastadion

Das Olympiastadion in London – wer nutzt es nach den Spielen? (Foto: London 2012)

Berlin – Heute Abend werden in London die Olympischen Sommerspiele eröffnet.  Auf knapp 5,9 Milliarden Euro wird der langfristige Gewinn der Spiele geschätzt. Der Think Tank Oxford Economics erwartet, dass rund 30 Prozent des wirtschaftlichen Nutzens erst nach den Spielen eintreten werden.

Trotz Bauvorhaben und Verbesserungen der Verkehrsinfrastruktur stehen vor allem die in Ost-London liegenden Olympia-Stadtviertel vor vielen sozialen Herausforderungen. So beträgt der Anteil der in Armut lebenden Kinder in allen sechs Olympia-Stadtvierteln mindestens 32,5 Prozent, in Tower Hamlets gar 51 Prozent. Die Stadtplanung ist sich bewusst, dass vor allem die Angleichung der Lebensverhältnisse zwischen West- und Ost-London weiter vorangetrieben werden muss.

Wirtschaftlich hat sich bereits die Vorbereitung der Spiele ausbezahlt
Wie bei sportlichen Grossereignissen üblich, ist eine öffentliche Debatte darüber entbrannt, ob die Kosten der Olympiade den Nutzen übersteigen: «Allein die Vorbereitungsphase hat sich bereits wirtschaftlich ausgezahlt. Doch auch die Zeit nach den Spielen dürfte sich positiv auf Tourismus und mehrere Post-Olympia-Bauprojekte auswirken,» so Steffen Ehninger, Repräsentant von Germany Trade & Invest in London.

Infrastrukturprobleme in London
Trotz Verbesserungen steht Londons Infrastruktur noch immer vor vielen Problemen. Besondere Aufmerksamkeit erhält der seit Jahren bestehende Kapazitätsengpass im Luftverkehr. Der Bau einer dritten Start- und Landebahn für den Flughafen Heathrow wurde bisher aus Angst vor Protesten der Bevölkerung unterlassen. Zugleich erweist sich die Alternative eines neuen Flughafens östlich von London zunehmend als nicht finanzierbar.

Was passiert mit dem Olympiastadion?
Auch die Weiternutzung des Olympiastadions bleibt vorerst offen. Ob es die Heimat eines Fussball-Clubs oder sogar die Zuschauertribüne für einen neuen Formel 1-Kurs werden soll, wird voraussichtlich im Herbst entschieden. (ots/mc/pg)

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