Cedric Maderer, Geschäftsführer prize Schweiz GmbH, im Interview

Cedric Maderer
Cedric Maderer, Geschäftsführer der prize Schweiz GmbH. (Foto: zvg)

von Sandra Willmeroth

Moneycab.com: Herr Maderer, Signature-Drinks und exklusive Häppchen von der prämierten Star-Köchin Meta Hiltebrand – ist das eine Überlebensstrategie der gehobenen Hotellerie in Pandemiezeiten?

Cedric Maderer: Das ist eher eine sehr erfolgsversprechende Kooperation in Zeiten, in denen man auch mal kreativ denken sollte. Zudem passt die prämierte TV-Köchin mit Ihrer Art perfekt zu unserem bunten und designorientierten Konzept.

Die Hotellerie ächzt unter den Corona-Einschränkungen. Doch Sie haben in diesem Jahr in Bern das prizeotel eröffnet. Wie haben Sie das geschafft?

Die Voraussetzungen für unseren Start hier in Bern waren sicherlich aufgrund der Pandemie alles andere als gut. Aber dank einem guten Teamwork und aufgrund unseres für Bern neuartigen Konzeptes, haben wir dies gut gemeistert.

Konnten Sie an den staatlichen Pandemie-Hilfen partizipieren?

Lediglich von der Möglichkeit der Kurzarbeit haben wir Gebrauch machen können.

Wie schätzen Sie die Situation ein, wer sind in der Hotellerie die Gewinner, wer die Verlierer der Pandemie?

Die Situation ist nach wie vor angespannt, aber wir sind in der Hotelbranche auf einem guten Weg und es wird in den nächsten Jahren immer weiter aufwärts gehen, da die Reiselust der Menschen wieder kommen wird. Wer am Ende wirklich die Gewinner und Verlierer der Pandemie sein werden, das wird sich erst zeigen müssen. Aber sicherlich sind wir mit unserem modernen Konzept sehr gut aufgestellt.

«Grundsätzlich wollen wir hier in der Schweiz und besonders am Standort Bern mit unserem innovativen, bunten und neuartigen Produkt den Markt bereichern und somit einen signifikanten Market Share erzielen.»
Cedric Maderer, Geschäftsführer prize Schweiz GmbH

Welche quantitativen und qualitativen Ziele hat sich das prizeotel Schweiz am Standort Bern gesetzt?

Grundsätzlich wollen wir hier in der Schweiz und besonders am Standort Bern mit unserem innovativen, bunten und neuartigen Produkt den Markt bereichern und somit einen signifikanten Market Share erzielen. Zeitgleich wollen wir aber auch neue Zielgruppen nach Bern locken.

Die da wären? Eher Geschäftskunden oder eher Touristen?

Wir haben keine fest definierten Zielgruppen, sondern jeder ist bei uns willkommen. Aber unter der Woche sind es eher die Geschäftsreisenden und am Wochenende mehr die Städtetouristen.

Warum haben Sie Bern als Location gewählt?

Bern ist als Standort für unser erstes Hotel ausserhalb Deutschlands und eben erstes Haus in der Schweiz sehr spannend, weil die Stadt einiges bietet, sowohl im Corporatebereich als Messestadt, aber auch im Leisurebereich durch das einmalige Angebot. Zudem ist unsere Location in Bern sehr zentral und als Teil eines Mix-Use-Konzepts strategisch sehr vorteilhaft.

«Bern ist als Standort für unser erstes Hotel ausserhalb Deutschlands und eben erstes Haus in der Schweiz sehr spannend.»

Werden weitere Standorte in der Schweiz hinzukommen? Wenn ja: Zürich und Basel oder eher Gstaad und St. Moritz?

Dies ist geplant, allerdings durch die Pandemie erstmal etwas zurückgestellt. Wenn, dann werden es allerdings eher Standorte wie Zürich, Basel oder Lausanne sein.

Muss jeder neue potenzielle Standort zwingend eine Roof Top-Bar haben? Gehört eine solche zum Konzept der internationalen prizeotels?

Dies ist nicht zwingend, aber natürlich immer eine Bereicherung, wie wir es eben auch jetzt hier am Standort Bern stark spüren.

An wie viel Tagen haben Sie die komplette Dachterrasse vermietet, zum Beispiel für einen geschäftlichen Anlass?

Die Rooftop-Bar ist seit ihrer Eröffnung ein absoluter Magnet, sowohl für unsere Hotelgäste, als auch für externe Gäste und steigert so natürlich auch unsere Bekanntheit. Die ersten grösseren exklusiven Events hatten wir bereits und es werden sicherlich noch weitere folgen, wenn man sich die Anfragesituation anschaut.

«Die Rooftop-Bar ist seit ihrer Eröffnung ein absoluter Magnet, sowohl für unsere Hotelgäste, als auch für externe Gäste und steigert so natürlich auch unsere Bekanntheit.»

Eigentlich gibt es ja schon mehr als genug Hotels in der Schweiz. Wodurch unterscheidet sich prizeotel von anderen Hotels in diesem Preissegment?

Prizeotel unterscheidet sich eindeutig im gesamten Konzept von anderen Hotels, da wir ein einmaliges Design von unserem eigenen New Yorker Designer Karim Rashid im ganzen Haus umgesetzt haben. Zudem sind wir sehr technologisiert und nachhaltig, weshalb wir zum Beispiel vollkommen bargeldlos arbeiten. Zudem macht natürlich unser Team und der individuelle Gästeservice mit zum Beispiel der „Du-Policy“ einen positiven Unterschied.

Gilt das für alle prizeotels in Deutschland, Schweiz und Belgien?

Relativ einfach gesagt: ja!

Herr Maderer, besten Dank für das Interview.

Das prizeotel Bern-City befindet sich im ehemaligen Postgebäude an der Viktoriastrasse in Bern. Es ist in wenigen Minuten mit dem Taxi ab Bern Hauptbahnhof zu erreichen, in 15 Minuten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder in ca. 30 Minuten zu Fuss. Übernachtungsgäste werden in dem stylischen Hotel, designed by New Yorker Stardesigner Karim Rashid, bereits seit dem 15. Februar 2020 empfangen. Seit Anfang Juli 2021 läuft nun auch der Bar-Betrieb auf der Dachterasse.

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