Stephan Schmid, Managing Partner, plenum AG, im Interview

Stephan Schmid, Managing Partner, plenum AG, im Interview
Stephan Schmid, Managing Partner, plenum AG (Bild: zVg)

Von Helmuth Fuchs

Im Interview nimmt Stephan Schmid, Managing Partner, plenum AG, Stellung

  • zur Verhaltensweise von Finanzunternehmen gegenüber Fintechs

„Man sucht nach Synergien, Win-Win-Situationen. Am Ende erwartet der Kunde innovative, kreative Lösungen. Fintech Lösungen sind daher Mittel zum Zweck, die Vertriebs- und Produktpolitik einer Bank ist und bleibt das Kerngeschäft.“

  • zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Kosten- und Investitionssituation von Finanzinstituten

„Auch aktuell wird viel Geld in die Modernisierung der Backoffice-Systeme investiert und das ist auch zwingend notwendig. Bei den Vertriebssystemen haben wir bezüglich der Nutzung von Cloud-Services eine höhere Reife. Wir werden aber in Zukunft mehr service-orientierte Architekturen auch im Backoffice-Bereich sehen, dies eröffnet dann auch hier höhere Chancen zur Integration von Cloud Lösungen oder Fintechs.“

  • zu Chancen und Risiken des Outsourcings und der neuen Rolle des IT-Leiters

„Die Chancen liegen auf der Hand: Fokussierung auf das Kerngeschäft und Realisierung von Kostensenkungs-Potentialen. Outsourcing richtig gemacht heisst, nicht nur subobtimale Prozesse auszulagern, sondern Outsourcing auch als Chance zu verstehen, die eigenen Prozesse vor der Auslagerung zu professionalisieren. Die Nachteile liegen in einer geringeren Flexibilität, weil man möglicherweise standardisiert produzieren muss. Und man muss die ausgelagerten Lösungen qualifiziert – nicht zuletzt aufsichtskonform – managen.“

  • zur Innovationskraft und den bedeutendsten zukünftigen Entwicklungen der Finanzindustrie

„Verlasse ich als Finanzdienstleister mein Kerngeschäft und springe auf das Thema IT-Innovationsmanagement auf? Das sollte man nicht tun.“
„Entwicklungen wie Blockchain oder Big Data gilt es aktiv aufzunehmen und intelligent in das eigene Geschäftsmodell zu integrieren und nicht, sich als Hobby IT-Innovator zu versuchen.“

  • zu neuen Ansätzen für Energieunternehmen

„Mehr Digitalisierung in Richtung Kunden, mehr Kundennähe auf der Ertragsseite. Auf der Kostenseite effizientere interne Strukturen und mehr Professionalität.“

  • zu seinem Wunsch-Startup, wenn er unbeschränkte Mittel hätte

„Im Finanzbereich eine Lösung zur Bündelung der regulatorischen Anforderungen an einer zentralen Stelle und von dort Ableitung von Handlungsleitfäden, um vor allem kleine und mittlere Unternehmen von den regulatorischen Herausforderungen zu befreien. Dies würde ich als Outsourcing Lösung anbieten.“

Zur Person:
Stephan Schmid ist seit 1. Januar 2015 Managing Partner und Geschäftsleitungsmitglied der plenum AG. Er verfügt über 25 Jahre Erfahrung in der Finanzdienstleistungsbranche bei verschiedenen renommierten Beratungshäusern und hat nicht zuletzt als Vorstand der Steria Mummert AG sowie als Vorstand der msgGillardon AG beide Häuser maßgeblich erfolgreich weiterentwickelt.

Das Unternehmen:
plenum hat seit Gründung des Unternehmens 1986 mehr als 500 Unternehmen erfolgreich beraten und bei der Umsetzung strategischer, organisatorischer und informationstechnischer Projekte unterstützt.


Das Interview entstand in Zusammenarbeit mit dem Swiss Information Management Forum

information_management_and_digital_transformation_forum

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