AMS-Aktien nach Kursabsturz am Vortag erneut mit deutlichen Abgaben

Alexander Everke
AMS-CEO Alexander Everke. (Foto: AMS)

Zürich / Premstätten – Die Aktien des österreichischen Chipherstellers AMS sind auch am Mittwoch unter starkem Druck. Bereits am Vortag hatte das Papier nach schlecht aufgenommenen Zahlen bzw. einem getrübten Ausblick auf das vierte Quartal über einen Viertel an Wert eingebüsst. Zusätzlichen Druck üben Zurückstufungen von Analysten aus.

Die AMS-Aktie büsste bis Handelsschluss 12 Prozent ein und war erneut mit Abstand schwächster Wert bei den Blue Chips, dies in einem schwächeren Gesamtmarkt (SPI -0,5%). Die gehandelten Volumen waren nicht mehr ganz so hoch wie am Vortag, mit über 600’000 Titel in der ersten halben Stunde aber doch beträchtlich.

Aktie im Sturzflug
Die AMS-Aktie ist im bisherigen Jahresverlauf regelrecht abgestürzt. Beim gestrigen Schlussstand betrug der Einbruch knapp 60 Prozent, mit dem jetzigen Kursverlust sind es deutlich über 60 Prozent. Meldungen über schwache iPhone-Vorbestellungen und später Gewinnmitnahmen im Tech-Sektor allgemein hatten den Papieren das ganze Jahr über zugesetzt.

Wie üblich nach unerwartet schwachem Zahlenset oder Ausblick gibt es danach einen Reigen von Analysten-Rückstufungen bzw. Kurszielsenkungen. So haben zuletzt etwa die US-Bank JPMorgan oder der Broker Liberum die AMS-Aktien je um eine Stufe zurückgenommen. Das Umsatz-Ziel für 2019 wie auch das Margen-Ziel für 2020 seien zu optimistisch, glaubt man bei Liberum. Weitere Kürzungen seien entsprechend wahrscheinlich. Das Management scheine derzeit auch nicht in der Lage, den schwachen Ausblick auf das vierte Quartal und die Gründe für den darauf folgenden Optimismus adäquat zu erklären. (awp/mc/ps)

AMS

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