Atomyze startet Plattform zur Tokenisierung von Industriegütern

Blockchain
(Adobe Stock)

Zug – Die Tokenisierungsplattform Atomyze, entwickelt mit der Hyperledger-Fabric-Blockchain-Technologie, ist in eine erste Testphase gestartet. Nornickel, der weltweit grösste Produzent von Palladium und hochgradigem Nickel und einer der grössten Hersteller von Platin und Kupfer, ist der erste Token-Emittent im Rahmen des Projekts und gleichzeitig das erste Industrieunternehmen, das seine Vermögenswerte auf der Plattform tokenisieren wird.

Die Tokenisierungsplattform Atomyze verwendet die Distributed Ledger Technology, um physische Vermögenswerte in digitaler Form darzustellen, was den Handel erleichtert, eine kürzere Transaktionszeit realisiert und autorisierten Einblick in Transaktionen erlaubt. Damit wird Atomyze dazu beitragen, die traditionelle Zusammenarbeit von Industrieunternehmen mit ihren Schlüsselpartnern nachhaltig zu verändern.

Trafigura, Traxys und Umicore als Partner
Wichtige Partner des Unternehmens aus der Industrie werden während der Testphase Zugang zur Plattform erhalten. Zu den Partnern von Nornickel, die zur Testphase eingeladen sind, zählen Trafigura, Traxys und Umicore. Sobald Atomyze alle erforderlichen Lizenzierungen gesichert hat, werden dann auch andere Emittenten Zugang erhalten, und die Plattform wird den vollen kommerziellen Betrieb aufnehmen.

Die Dienstleistungen von Atomyze werden den Emittenten auch den Zugang zu Finanzierungen zu optimalen Bedingungen eröffnen, sie mit ganz neuen Investorengruppen in Kontakt bringen und ihnen die Gelegenheit bieten, ihre Geschäfte effizienter zu gestalten, wodurch sie eine bisher nicht gekannte Flexibilität im Handel mit ihren Kunden erlangen werden.

«Das wichtigste Anliegen der Tokenisierung ist nicht das Kaufen oder Handeln von Kryptowährungen; vielmehr geht es darum, einen modernen, transparenten Mechanismus zur Digitalisierung von Vermögenswerten zu schaffen und neue digitale Märkte zu erschliessen, wobei die Tokenisierung als Service zu verstehen ist, der es Emittenten erleichtert, Rechte an ihren Vermögenswerten in eine digitale Form zu überführen», erklärt Marco Grossi, CEO von Atomyze.

Schrittweise Umstellung auf digitale Handelsmittel
Nornickel plant, die Dienste der Plattform zu nutzen, um einen Teil seines Vertragsvolumens in Token umzuwandeln und damit eine neue Produktklasse für ein breites Spektrum von Akteuren zu schaffen, die bereit sind, in Märkten für digitale Vermögenswerte zu investieren. Die ausgegebenen Token werden durch Metallreserven gedeckt sein, die einer regelmässigen Prüfung unterliegen. Zunächst wird Nornickel Token testen, die durch Palladium, Kobalt und Kupfer gedeckt sind. Zukünftig will das Unternehmen dann weitere Metalle in Token umwandeln, wobei geplant ist, schrittweise auf digitale Handelsmittel umzustellen. Für das erste Jahr wird ein Gesamtausgabevolumen erwartet, das voraussichtlich bis zu 10 Prozent des gesamten Verkaufsvolumens der Produktion von Nornickel ausmachen wird.

«Die Wirtschaft wird digitalisiert, und das bedeutet, dass Kapitalflüsse von der traditionellen auf die digitale Wirtschaft überströmen. Nornickel investiert in eine Vielzahl von digitalen Lösungen für industrielle Anwendungen. Die Tokenisierung von Zahlungsvorgängen ist eine davon. Nornickel wird das erste unter den führenden Unternehmen der Rohstoffindustrie sein, das den Handel mit Token aufnimmt. Nornickel ist an diesem Projekt interessiert, weil das Unternehmen dank des Übergangs zu digitalen Handelsmethoden Palladium und andere Metalle für ein breiteres Publikum interessant machen kann», ist sich Vladimir Potanin, Präsident von Nornickel, sicher.

IBM als zentraler Technologiepartner
IBM hat als zentraler Technologiepartner bei der Entwicklung der Plattform eine tragende Rolle für das Projekt übernommen und Atomyze dabei unterstützt, einen hochmodernen
Byzantine-Fault-Tolerance(BFT)-Konsensmechanismus in die Hyperledger-Fabric-Blockchain-Plattform zu integrieren. Dieser neuartige Mechanismus zur Konsensbildung und die Beteiligung einer breit gefächerten Gruppe vertrauenswürdiger Validierer erhöhen die Glaubwürdigkeit der Plattform, machen Transaktionen für Anleger, Wirtschaftsprüfer und Aufsichtsbehörden transparenter und schaffen zudem die Grundlage für die weitere Expansion der Emittentengemeinschaft.

«Die gemeinsamen Anstrengungen von Atomyze, IBM und Nornickel haben es möglich gemacht, eine wirklich leistungsstarke und einzigartige Branchenlösung zu entwickeln. Der Anlagen-/Rohstoffhandel ist nur eine von vielen Gelegenheiten in unserer Branche, bei denen die Tokenisierung bestehende Geschäftsprozesse tiefgreifend verändern kann», so Manish Chawla, Global Managing Director, Energy & Natural Resources Industries bei IBM. «Als führendes Unternehmen bei der Schaffung von genehmigten und kontrollierten privaten Blockchain-Netzwerken für industrielle Anwendungen verfolgen wir mit diesem Projekt das Ziel, die Idee einer neuen, auf Tokensystemen basierenden Wirtschaft voranzutreiben.»

Atomyze setzt die Plattform in der öffentlichen IBM-Cloud ein, um eine hohe Sicherheit von Benutzerdaten zu gewährleisten und so die Verpflichtungen von Atomyze hinsichtlich DSGVO und C5-Compliance zu erfüllen sowie auch Schutz vor externen und internen Bedrohungen zu bieten. Das «Security by Design»-Prinzip wurde bereits in der Frühphase der Entwicklung des Systems konsequent umgesetzt. Ein weiteres Merkmal der Plattform, das zur Stärkung des Vertrauens beiträgt, ist die obligatorische Identifizierung jedes Benutzers für KYC (Know Your Customer), KYB (Know Your Business) und AML (Anti-Money Laundering). (Atomyze/mc)

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