Kudelski will im Geschäft mit Cybersicherheit stark zulegen

Kudelski will im Geschäft mit Cybersicherheit stark zulegen
Rich Fennessy, CEO Kudelski Security. (Foto: Kudelksi)

Genf – Der Sicherheitstechnik-Anbieter Kudelski feuert im stark wachsenden Cybersicherheitsgeschäft aus allen Rohren. Schliesslich stellt das Thema Cybersicherheit die Unternehmen in Zeiten der Digitalisierung und der Krypto-Wirtschaft vor grosse Herausforderungen, wie Rich Fennessy, Chef von Kudelski Security, im Interview mit AWP erklärte.

Im vergangenen Jahr machte der Umsatz von Kudelski Security mit 94 Millionen US-Dollar rund einen Zehntel des Gesamtumsatzes der Gruppe aus. Dabei hat sich die Sparte mit der verstärkten Ausrichtung auf den Cybersicherheit-Bereich stark entwickelt.

Fennessy erkennt in diesem Geschäft ein grosses Potenzial. „Am globalen Cybersicherheits-Markt wurden im vergangenen Jahr 116 Milliarden Dollar umgesetzt“, erklärte er. Und der durch Hacker verursachte globale Schaden werde gar auf 1’500 Milliarden Dollar pro Jahr geschätzt.

Wachstum von 12-15% angestrebt
Kudelski Security sieht etwa im Geschäft mit dem Management von Sicherheitslösungen (Managed Security Services oder MSS) eine vielversprechende Nische. Dieser Teilbereich der Cybersicherheit wachse schneller als alle anderen Bereiche – wie etwa Sicherheitsprodukte (Antivirus) oder Beratung -, in denen man auch vertreten sei, sagte Fennessy.

Bei Kudelski Security wird mittelfristig ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 12 bis 15 Prozent angestrebt. Das liege über dem Branchendurchschnitt.

Derzeit arbeiten laut Fennessy 325 Personen bei Kudelski im Bereich der Cybersicherheit. Die Hälfte davon in der Schweiz. Die Zahl in den Cyber-Fusion-Zentren von Kudelski in Cheseaux und Phoenix im US-Bundesstaat Arizona habe sich dabei in den letzten zwei Jahren verdoppelt. Fennessy erwartet, dass sich dieser Trend fortsetzen wird.

Es gibt aber auch einen Mangel an Spezialisten. „Weltweit fehle es derzeit an drei Millionen IT-Sicherheitsexperten. Und auch die Schweiz bleibt davon nicht verschont“, fuhr der Amerikaner fort. Immerhin profitiere Kudelski von der Nähe der technisch-naturwissenschaftliche Universität in Lausanne (EPFL) sowie von Universitäten und weiteren technischen Hochschulen. (awp/mc/ps)

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