Cisco Connect 2026: Schweiz mit guter Ausgangsposition für KI, aber grossen Aufgaben für die Zukunft

Cisco Connect 2026: Schweiz mit guter Ausgangsposition für KI, aber grossen Aufgaben für die Zukunft
Chris Tighe, Geschäftsführer von Cisco Schweiz (Bild: Cisco)

Wallisellen – Cisco zeigte auf der Hausmesse Cisco Connect im Circle Convention Center in Zürich wie Unternehmen KI sicher, skalierbar und produktiv einsetzen können. Im Mittelpunkt standen neue Cisco-Innovationen für KI-fähige Infrastrukturen.

«Die Schweiz steht an der Schwelle zur nächsten Technologiewelle: KI ist Realität, Quantum kommt. Jetzt entscheidet sich, wer durch Automatisierung, Vernetzung und Sicherheit die Führung übernimmt», eröffnet Chris Tighe, Geschäftsführer von Cisco Schweiz, in seiner Keynote die Hausmesse Cisco Connect im Circle Convention Center in Zürich. «Die Ausgangslage ist ideal: Technologie und Talent sind vorhanden. Unser Ziel ist es, unsere Kunden dabei zu unterstützen, diese einzigartige Chance zu nutzen und Innovationen skalierbar zu machen.» Wie dieser Schritt gelingen kann, zeigt Cisco auf der Cisco Connect anhand konkreter Innovationen und Praxisbeispiele.

Die zentrale Botschaft der Cisco Connect: Der Erfolg von KI hängt nicht nur von Anwendungen und Modellen ab, sondern zunehmend von der Infrastruktur dahinter. Leistungsfähige, sichere und resiliente Netzwerke werden zur Grundlage dafür, KI aus Pilotprojekten in produktive Anwendungen zu überführen. Der aktuelle Cisco «AI Networking Report» zeigt, wie weit Unternehmen in dabei bereits sind – und wo der grösste Handlungsbedarf liegt.

KI braucht starke Netze
Der Report zeigt: KI ist in den Unternehmen weltweit angekommen. Doch ohne leistungsfähige Netzwerkinfrastruktur und Cybersicherheit stossen sie bald an Grenzen. Firmen nutzen KI bereits über alle Branchen hinweg: Generative AI kommt bei 51 Prozent unternehmensweit zum Einsatz, Agentic AI bei 33 Prozent und Physical AI bei 28 Prozent.

Der Blick nach vorn zeigt: Etwa die Hälfte der Befragten erwartet in den kommenden 24 Monaten einen deutlichen Anstieg ihrer KI-Nutzung. Der dadurch verursachte Datenverkehr in ihren Netzwerken wird sich in den kommenden 3 Jahren mehr als verdreifachen.

Der Grund: Im Gegensatz zu menschlichen Nutzern lösen KI-Agenten innerhalb von Sekunden Dutzende API-Aufrufe, Datenbankabfragen und Inferenzprozesse aus. Sie erzeugen damit einen dichten Ost-West-Datenverkehr, also laterale Kommunikation, die erforderlich ist, damit KI-Agenten Daten austauschen können. Dafür wurden klassische Arbeitsplatznetzwerke nie ausgelegt. Diese agentenbasierten KI-Workloads haben das Potenzial, Unternehmen grundlegend zu verändern. Gleichzeitig sind sie deutlich anfälliger für Netzwerkprobleme als herkömmliche Anwendungen, vor allem in Bezug auf Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit (75 %), Bandbreite (71 %), Latenz (68 %) und Paketverlust (58 %).

Nur 24 Monate für Modernisierung, bevor Netzwerkkapazität an Grenzen stösst
Der Report zeigt, Unternehmen haben nur etwa 24 Monate Zeit, bevor die Netzwerkkapazität ihre Grenzen erreicht und Angriffsflächen so gross werden, dass aktuelle Schutzmassnahmen sie nicht mehr absichern können. Netzwerkresilienz, Observability und adaptive Sicherheit für Netzwerke sind im KI-Zeitalter daher keine Nebenschauplätze mehr, sondern für das Funktionieren der KI unerlässlich. Organisationen, die Netzwerkmodernisierung als Voraussetzung für ihre KI-Strategie betrachten und nicht als parallelen Arbeitsstrang, werden das nächste Jahrzehnt der Unternehmens-KI prägen.

Durch die steigende Belastung der Netzwerke erwarten 73 Prozent der Befragten, dass ihre Netzwerke in den nächsten 24 Monaten an Kapazitätsgrenzen stossen. 76 Prozent sagen, dass sie Upgrades benötigen, um mit dem Datenwachstum Schritt zu halten. Nur 23 Prozent sehen ihre Infrastrukturen vollständig darauf vorbereitet. KI erzwingt also eine grundlegende Modernisierung der Infrastruktur in klassischen Unternehmensnetzwerken. Gerade WLAN entwickelt sich dabei zu einem Engpass für KI-Workloads. Die Hälfte der Befragten nennt WLAN als den Bereich, der den größten Anstieg der Kapazitätsanforderungen verursacht.

Gleichzeitig glauben 71 Prozent der Befragten, dass sich KI-bezogene Bedrohungen schneller entwickeln als sie darauf reagieren können. So können 92 Prozent schon jetzt kaum noch Schritt halten und bei 90 Prozent hat KI bereits Schaden angerichtet. Den gesamten Report finden Sie hier.

Über die Studie
Foundry führte eine quantitative Umfrage durch, die gemeinsam mit Cisco konzipiert und von Cisco gesponsert wurde. Befragt wurden 3‘472 CIOs sowie Führungskräfte aus den Bereichen Netzwerk, End User Computing und Technologie in Asien-Pazifik, Europa, dem Nahen Osten, Lateinamerika und Nordamerika. Die Befragten arbeiten in Organisationen mit mehr als 500 Mitarbeitenden und durchschnittlich 3‘292 Campus- beziehungsweise Zweigstellenstandorten. Zusätzlich führte Foundry sechs ausführliche Interviews mit Führungskräften in Asien-Pazifik, Europa und den USA. Die gesamte Untersuchung wurde zwischen März und April 2026 durchgeführt. (Cisco/mc/hfu)


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