Cisco-Studie: KI führt zu höheren Investitionen in Datenschutz
Wallisellen – Cisco (NASDAQ: CSCO),weltweit tätiger Anbieter von Unternehmensnetzwerk- und Cybersicherheitslösungen, hat in einer Studie ermittelt: Mit zunehmender KI-Nutzung erweitern fast alle Unternehmen in Europa und weltweit ihre Datenschutzprogramme und Governance Framework Designs. Damit wollen sie ihre Daten schützen und Innovationen in grossem Massstab vorantreiben. Der wachsende Bedarf an hochwertigen Daten für KI-Anwendungen deckt jedoch Lücken auf und erhöht die Anforderungen an Vertrauen, Cybersicherheit und Wettbewerbsfähigkeit.
Diese Ergebnisse der «Cisco 2026 Data and Privacy Benchmark Study» zeigen eine deutliche Veränderung in der Herangehensweise von Unternehmen an Datenschutz und Governance.
Im Rahmen der Studie hat Cisco weltweit 5‘200 IT-, Technologie- und Sicherheitsexperten mit Datenschutzverantwortung in 12 Ländern befragt. Demnach führt KI bei 86 Prozent der Unternehmen in Europa zu erweiterten Datenschutzprogrammen. 92 Prozent der europäischen Unternehmen planen jeweils weitere Investitionen, um mit der Komplexität von KI-Systemen sowie den Erwartungen von Kunden und Regulierungsbehörden Schritt zu halten. Bemerkenswert ist, dass 32 Prozent der europäischen Unternehmen im vergangenen Jahr mindestens 5 Millionen US-Dollar für ihre Datenschutzprogramme ausgegeben haben. Weltweit waren es 38 Prozent, gegenüber 14 Prozent im Jahr 2024.
«Was wir in Europa sehen, gilt genauso für die Schweiz: Unternehmen stärken ihren Datenschutz massiv, doch viele können das volle Potenzial ihrer Daten noch nicht ausschöpfen,» sagt Christopher Tighe, General Manager von Cisco Schweiz. «Gerade im Zeitalter von KI entscheidet sich Wettbewerbsfähigkeit daran, ob hochwertige Daten sicher, verfügbar und vertrauenswürdig genutzt werden können. Deshalb ist es auch für die Schweiz entscheidend, Datenschutz nicht isoliert zu denken, sondern durch klare internationale Rahmenbedingungen zu ergänzen.»
KI setzt neue Massstäbe für Datenschutz und Vertrauen
Fast alle Unternehmen (Europa 94%, weltweit 96 %) sagen, dass robuste Datenschutz-Frameworks die Agilität und Innovationskraft von KI fördern. Gleichzeitig erkennen 93 Prozent in Europa, dass Datenschutz für den Aufbau von Kundenvertrauen in KI-gestützte Dienste unerlässlich ist.
Die aktuelle Studie weist dabei auf einen tiefgreifenden Strukturwandel hin, denn Vertrauen wird nicht mehr einfach durch die Erfüllung gesetzlicher Anforderungen hergestellt. Daten-Governance gilt heute als strategischer Geschäftsfaktor. Praktisch alle Unternehmen (Europa und weltweit: 99 %) ziehen mindestens einen konkreten Nutzen aus ihren Datenschutzinitiativen, wie höhere Agilität, mehr Innovation und stärkere Kundenbindung. Knapp die Hälfte der europäischen Unternehmen (47 %) sagen, dass eine klare Kommunikation darüber, wie Daten erfasst und verwendet werden, der effektivste Weg ist, um das Vertrauen der Kunden zu gewinnen.
Doch viele Unternehmen arbeiten weiterhin daran, die Governance-Strukturen zu definieren und zu etablieren, die für einen verantwortungsvollen Umgang mit KI in grossem Massstab erforderlich sind. Während rund vier von fünf europäischen Unternehmen (82%) über ein dediziertes KI-Governance-Gremium verfügen, bezeichnen nur 9 Prozent diese Strukturen als ausgereift. Da KI-Systeme immer komplexere und stärker verteilte Datensätze benötigen, haben inzwischen 60 Prozent der europäischen Unternehmen (weltweit: 65 %) Schwierigkeiten, effizient auf relevante, qualitativ hochwertige Daten zuzugreifen.
«KI führt zu einer grundlegenden Veränderung der Datenlandschaft und erfordert eine ganzheitliche Verwaltung sowohl persönlicher als auch nicht personenbezogener Daten», erklärt Jen Yokoyama, Senior Vice President, Legal Innovation and Strategy bei Cisco. «Daher müssen Unternehmen ihre Daten genau verstehen und strukturieren, damit jede automatisierte Entscheidung nachvollziehbar ist. Das dient nicht nur der Einhaltung von Vorschriften, sondern ist auch ein notwendiger Motor für die Skalierung von KI-Innovationen.»
KI führt zu globalen Herausforderungen beim Datenfluss
Während 71 Prozent der Befragten in Europa Datenschutzgesetze generell positiv bewerten, wächst der Wunsch, die Anforderungen zu vereinfachen. Laut der Studie sind 72 Prozent der europäischen Unternehmen (weltweit: 81 %) mit erhöhten Anforderungen an Datenlokalisierung und globaler Datenkomplexität konfrontiert. Bei 84 Prozent (weltweit: 85 %) hat Datenlokalisierung die Kosten, die Komplexität und das Risiko der grenzüberschreitenden Service-Bereitstellung erhöht. Entsprechend schränken diese Anforderungen bei 73 Prozent der Befragten in Europa (weltweit: 77 %) deren Fähigkeit ein, 24/7-Dienste über alle Länder hinweg nahtlos anzubieten.
«Um das Potenzial von KI auszuschöpfen, befürworten mehr als 80 Prozent der Unternehmen weltweit eine Umstellung auf harmonisierte internationale Standards», sagt Harvey Jang, Vice President und Chief Privacy Officer bei Cisco. «Sie erkennen, dass weltweite Konsistenz wirtschaftlich notwendig ist, um einen sicheren Datenfluss zu gewährleisten und die für Vertrauen nötigen Schutzstandards aufrechtzuerhalten.»
Insgesamt zeigt die Cisco 2026 Data and Privacy Benchmark Study, dass Unternehmen Datenschutz und Datenverwaltung nicht mehr nur als Compliance-Aufgabe, sondern als Wettbewerbsvorteil betrachten. (Cisco/mc/hfu)
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