Cisco will Microsoft zu Öffnung von Skype zwingen

John Chambers

Cisco-CEO John Chambers.

New York – Der Netzwerk-Gigant Cisco will Microsoft zu einer stärkeren Öffnung des Milliarden-Zukaufs Skype für Konkurrenten zwingen. Dazu legte Cisco vor dem EU-Gericht Erster Instanz eine Beschwerde gegen die Zustimmung der Brüssel Wettbewerbshüter für die Skype-Übernahme ein.

Zur Begründung hiess es im offiziellen Cisco-Blog am Mittwoch, Microsoft wolle den Internettelefonie-Dienst in seinen ausschliesslich in seine Produkte integrieren. Damit könnten Unternehmen, die auf andere Plattformen setzen, die 700 Millionen Skype-Nutzer nicht mehr erreichen. Die EU-Kommission habe ein besseres Zusammenspiel mit anderen Dienstes als Bedingung stellen müssen, argumentierte Cisco. «Um zu verhindern, dass ein Unternehmen in der Lage ist, nach Kontrolle über die Zukunft der Video-Kommunikation zu streben.»

Skype grösster Zukauf in Miccrosofts Unternehmensgeschichte
Microsoft hatte die 8,5 Milliarden Dollar schwere Skype-Übernahme im Herbst abgeschlossen. Es war der grösste Zukauf in Microsofts Firmengeschichte. Bei Skype können Nutzer untereinander kostenlos über das Internet telefonieren, auch mit Videoübertragung. Geld verdiente das Unternehmen bisher vor allem mit günstigen Anrufen in das herkömmliche Telefonnetz. Cisco setzt als Netzwerkausrüster seit mehreren Jahren verstärkt auf Video-Kommunikation. (awp/mc/ps)

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