CNT Management Consulting: Intelligente Unternehmen können auf die Cloud nicht verzichten

Wilhelm Heckmann
Wilhelm Heckmann, Digitalisierungsexperte und Geschäftsführer bei CNT Management Consulting Schweiz. (Foto: zvg)

Zürich – Ein „intelligentes Unternehmen“ zeichnet sich durch die Integration von zukunftsfähigen Technologien in allen Unternehmensbereichen aus. Dabei werden vorhandene Echtzeitdaten, Erfahrungswerte und Netzwerke genutzt, um die eigenen Prozesse effizienter zu gestalten, vorausschauend zu planen und Abhängigkeiten optimal einzusetzen. Mit den Funktionalitäten und Entwicklungen in den Bereichen IoT (Internet of Things) oder künstlicher Intelligenz ergeben sich dabei unzählige Möglichkeiten. Von der ersten Kundenansprache bis hin zur abschliessenden Datenerhebung können Durchlaufzeit, Genauigkeit und Planbarkeit erheblich verbessert werden. Warum es für Unternehmen dabei einen deutlichen Vorteil bietet die gesamte Prozesskette in der Cloud abzubilden und welche Rolle globale Geschäftsnetzwerke spielen, erklärt Wilhelm Heckmann, Digitalisierungsexperte und Geschäftsführer bei CNT Management Consulting Schweiz.

Unsere Welt und so auch die Märkte tendieren dazu, sich immer schneller zu ändern. Die steigende Zahl an Unternehmen und neuen Technologien macht Disruption eher zur Regel als zur Ausnahme. Zudem verschärft sich der Druck auf Unternehmen, die stetig höher werdenden Kundenerwartungen zu treffen. „Hier kommen sogenannte intelligente Unternehmen ins Spiel, denn mit der Technologie können sie auf Änderungen am Markt, gesetzliche Anpassungen oder wechselnde Anforderungen von Kundeseite schneller und besser reagieren“, erklärt Wilhelm Heckmann, Geschäftsführer von CNT in der Schweiz. Der Schritt zu einem intelligenten, digitalen Unternehmen sei eine grundlegende Entscheidung, die vielen nicht leichtfällt.

„Wir raten unseren Kunden heute meist zu Cloud-Lösungen – denn sie sind schnell verfügbar, nahe am Standard und man muss sich nicht mit etwaiger Provider- und Hostingauswahl beschäftigen“, fährt Heckmann fort. Vom ersten Kundenkontakt und der Angebotslegung über die Planung der Produktion und den Einkauf der Rohstoffe bis hin zur Produktion und der anschliessenden Datenanalyse können dank Echtzeitdaten in der Cloud ein ganz neues Arbeits- und Geschäftserlebnis geboten werden.

Ein Unternehmen intelligent machen
Es gibt kein Rezept dafür, wie ein Unternehmen zu einem intelligenten Unternehmen wird. Denn zahlreiche Gegebenheiten nehmen Einfluss auf den Stand der Digitalisierung. Sind Ausgangslage und Ziele erst bestimmt, ermöglichen vor allem Cloud-basierte Technologien, wie etwa Machine Learning, künstliche Intelligenz, IoT oder Robotics Process Automation den Schritt in die richtige Richtung. Laut dem Experten werden solche Technologien aber nicht über Nacht eingeführt: „Die Basis für eine grundlegende Automatisierung muss erstmal aufgebaut werden.

Das betrifft viele verschiedene Abteilungen und Teams und stösst auf unterschiedlichste Meinungen und Befindlichkeiten.“ Daher bleibe es keinem Unternehmen, das mithilfe selbstlernender Prozesse in der Cloud die eigene Rentabilität und Resilienz steigern möchte, erspart, einen grundlegenden Unternehmenswandel zu planen und durchzuführen.

Einkauf bis Produktion – Wo Cloud sinnvoll ist
Grundsätzlich können in jedem Unternehmen und jeder Branche Prozesse in der Cloud abgebildet werden. Neben dem produzierenden Gewerbe arbeiten vor allem Dienstleistungsunternehmen oder der Handel erfolgreich damit. „Von der Erstellung des Angebots, über den Einkauf von Waren und Materialien, die benötigt werden und der Produktion in der Manufacturing Cloud bis hin zur Datenanalyse, haben viele unserer Kunden ihre Prozesse digitalisiert und durch die Verwendung von Echtzeitdaten verbunden, also intelligent gemacht“, schildert Heckmann. Als positives Resultat nennt er die gesteigerte Kundenzufriedenheit: „Wer in einem Portal einkaufen geht und dort das eigene Profil hinterlegt ist, und man als Kunde schnell auf alle vergangenen Prozesse mit dem Lieferanten zugreifen kann, verbessert sich das Einkaufserlebnis.“

Aus Unternehmersicht habe beispielsweise SAP CX (Customer Experience) den Vorteil, dass der Kunde in dem Cloudportal alles selbst abwickeln und verfolgen kann, beziehungsweise das Unternehmen den gesamten Verkaufsprozess von der sogenannten „Opportunity“, über das Angebot bis hin zur Beauftragung integriert handhaben kann. Die Einbindung in die Manufacturing Cloud ist im Anschluss die Übergabe des Kundenbedarfs an die Produktionsplanung, wo bei Bedarf Rohstoffe oder Komponenten extern beschafft werden, bevor produziert wird. Der Einkauf wird über ein weiteres Cloudprodukt abgewickelt – SAP Ariba. „All diese Prozesse könnten anschliessend in der SAC über Analysen für ein sogenanntes ‚Forecasting‘ und die Absatz- oder Lagerhausplanung kontrolliert und bewertet werden“, erklärt Heckmann.

Cloud ist kein Allheilmittel
Die Prozesse in der Cloud abzubilden, hat viele Vorteile – ein Allheilmittel ist sie aber nicht. Der sogenannte ERP (Enterprise-Resource-Planning) Core kann in der Cloud implementiert werden – die Schnittstellen zu anderen Cloudprodukten können dennoch nicht entfallen. Will man allerdings in einen gewissen Standard und historisch bedingte und individuell entwickelte Prozesse wieder entwirren und vereinfachen, so ist der Schritt in die Cloud dahingehend nötig. Darüber hinaus bleibe man so immer auf dem aktuellen Entwicklungsstandard. Lange Zeit konnten sich Firmen Updates und Upgrades entziehen und dies selbstständig planen, was sich oft zu ihrem Nachteil entwickelt hat. Zudem helfen B2B-Geschäftsnetzwerke dabei das eigene Unternehmen resilient und die Lieferkette widerstandsfähiger zu machen. „Das Business Network von SAP selbst kann sehr hilfreich sein. Unternehmen treten dabei mit ihren Handelspartnern also Lieferanten, Logistik- und Serviceanbietern oder Anlagen- und Wartungspartnern direkt in Kontakt und haben einen besseren Überblick über alle Prozesse in der Lieferkette“, erklärt Heckmann abschliessend. (CNT/mc)

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