Die BEKB bildet ein Ökosystem für tokenisierte Assets und wählt daura als Partner

Die BEKB bildet ein Ökosystem für tokenisierte Assets und wählt daura als Partner
Peter Schnürer, CEO von daura.

Zürich / Bern – Die Berner Kantonalbank (BEKB) entwickelt zusammen mit daura AG eine technologische Infrastruktur für digitale Vermögenswerte. Diese ermöglicht KMU einfachere und effizientere Prozesse und erschliesst Investoren und Anlegern neue Märkte. Die Tokenisierung der Aktien sowie die Aktienbuchführung auf der Blockchain wird über die Plattform des Legaltech-Unternehmens daura AG abgewickelt.

Die Berner Kantonalbank (BEKB) wird in den kommenden Monaten zusammen mit daura und weiteren Ökosystempartner eine technologische Infrastruktur für die Transaktion und die Verwaltung von tokenisierten Assets entwickeln. Entsprechende Absichtserklärungen wurden am 9. September 2020 unterzeichnet.

Die daura AG, ein Joint-Venture von SIX, Swisscom, Sygnum Bank sowie den Anwälten Luka Müller (MME) und Christian Wenger (Wenger & Vieli) betreibt eine Plattform für die Digitalisierung von Schweizer KMU-Aktien. Durch die Nutzung der daura Plattform wird die Abwicklung von Kapitalerhöhungen günstiger, die Verwaltung des Aktienbuches einfacher und Generalversammlungen werden effizienter.

Seit über 15 Jahren betreibt die BEKB die vollelektronisch organisierte Handelsplattform OTC-X, die im Bereich der nichtkotierten Wertschriften von Schweizer KMU marktführend ist. Bereits im vergangenen Dezember hat die BEKB kommuniziert, dass sie ihr Know-how und Netzwerk als Betreiberin von OTC-X in ein Ökosystem einbringen und dadurch Firmen- und Anlagekunden mit einer innovativen Handelsplatzlösung auf Blockchain-Basis erschliessen will. Im Herbst 2019 konnte im Rahmen eines Proof of Concept in Zusammenarbeit mit den Partnern BEKB, Sygnum Bank und daura die praktische Machbarkeit mittels digitalen Wertrechten über die gesamte Prozesskette belegt werden.

Blockchain-Technologie steigert Effizienz
Auf der neuen Plattform der BEKB sollen Aktien künftig als digitale Wertrechte («Asset Token») auf einer Blockchain ausgegeben und gehandelt werden können. Diese Distributed-Ledger-Technologie ermöglicht grosse Effizienzsteigerungen in der Abwicklung von Wertpapiertransaktionen sowie die automatisierte Führung von Aktienregistern. Mit ihrem Vorhaben will die BEKB den Handel von Nebenwerten in dieser neuen technologischen Umgebung ermöglichen. Den Fokus setzt sie dabei nach wie vor auf den Handel mit nichtkotierten Wertschriften von Schweizer KMU.

Für das Aufsetzen dieses neuen Systems hat sich die BEKB für daura als Partner zur Führung des Aktienregisters auf der Blockchain und zum Tokenisieren der Aktien entschieden. Parallel dazu hat die BEKB mit der Hypothekarbank Lenzburg (HBL) eine Absichtserklärung unterzeichnet, die vorsieht, dass für die Verwahrung der digitalen Vermögenswerte die Blockchain-Technologie der von der Hypothekarbank Lenzburg entwickelten Open-BankingPlattform Finstar eingesetzt werden soll (siehe heutige Medienmitteilung HBL).

Wichtiger Schritt für das Digital Asset Ökosystem der Schweiz
«Wir freuen uns, zusammen mit der Berner Kantonalbank einen wichtigen Schritt im Ausbau eines Ökosystems für digitale Wertrechte in der Schweiz zu beschreiten», sagt Peter Schnürer, CEO von daura. «Durch die nahtlose Verknüpfung von Emission, Handel und Verwahrung – über alle beteiligten Parteien hinweg – werden digitale Wertrechte noch attraktiver für Schweizer KMU und ihre Aktionäre. Zudem handelt es sich weltweit um ein Pionierprojekt, das die Anziehungskraft des Schweizer Finanzplatzes für künftige Generationen weiter stärken wird.»

«Die von uns angebotene Lösung wird die ganze Prozesskette von der Ausgabe über den Handel bis hin zur Verwahrung von tokenisierten Assets auf der Blockchain-Technologie abbilden. Wir sind überzeugt, dass wir damit eine zukunftsfähige Gesamtlösung schaffen.», sagt Armin Brun, CEO der BEKB.

Die technische Integration der Module erfolgt über eine offene Schnittstellenarchitektur. Die Inbetriebnahme des organisierten Handelssystems ist im ersten Halbjahr 2021 geplant. (daura/mc/ps)

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