Google droht US-Wettbewerbsverfahren

Larry Page

Google-CEO Larry Page.

Washington – Ist Google zu mächtig im Suchmaschinen-Markt? Die Zeichen für eine breit angelegte Wettbewerbsuntersuchung in den USA, die genau diese Frage klären soll, häufen sich. Am Donnerstag berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf eingeweihte Personen, dass die zuständige Handelsbehörde FTC kurz davor stehe, Einblick in Googles Geschäfte zu verlangen.

Das könnte der Auftakt eines Kartellverfahrens werden. Die Anfragen könnten binnen Tagen Google zugestellt werden, schrieb die Zeitung weiter. Derzeit bereite eine fünfköpfige Kommission die Aktion vor. Die FTC und Google wollten sich auf Anfrage der Zeitung nicht äussern. Es wäre die bisher grösste und für Google potenziell gefährlichste Wettbewerbsuntersuchung in der Heimat. Bislang hatten sich die Behörden zumeist nur vereinzelt bei Übernahmen eingeschaltet.

Übermacht bei Internet-Suche
Google beherrscht die Internet-Suche. In den USA liegt der Marktanteil bei mehr als 60 Prozent, in Europa zum Teil sogar bei mehr als 90 Prozent. Das Suchmaschinen-Geschäft bildet auch den Grundstein für die Milliardengewinne des Konzerns: Google verdient sein Geld nach wie vor überwiegend mit Anzeigen im Umfeld der Suchergebnisse. Angesichts der Übermacht bei der Internet-Suche steht Google schon seit längerem unter verstärkter Beobachtung von Kartellwächtern. Die EU-Kommission schaut sich das Geschäft schon seit einigen Monaten an, nachdem sich Konkurrenten beschwert hatten – darunter auch der Software-Konzern Microsoft, der mit der Suchmaschine Bing gegen Google antritt. (awp/mc/ps)

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