Kudelski rutscht im Geschäftsjahr 2025 wieder in Verlustzone
Cheseaux-sur-Lausanne – Nach einem kleinen Plus 2024 hat der Verschlüsselungs- und Cybersicherheitsspezialist Kudelski das Geschäftsjahr 2025 wieder klar im Minus abgeschlossen. In allen Geschäftsbereichen waren die Umsätze rückläufig.
Konkret gingen die Verkäufe der fortgeführten Geschäfte im Vorjahr um 5,6 Prozent auf 371,0 Millionen US-Dollar zurück, wie Kudelski am Donnerstag mitteilte. Die nach dem Verkauf von Skidata verbliebenen drei Geschäftsbereiche Core Digital Security (-1,9%), Cybersecurity (-9,2%) und IoT (-6,2%) verzeichneten dabei alle einen Umsatzrückgang.
Der Betriebsverlust vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) stieg auf 15,6 Millionen Dollar nach -13,1 Millionen im Vorjahreszeitraum. Dabei hätten sich vor allem Restrukturierungskosten negativ ausgewirkt. Ohne diese wäre der EBITDA mit 0,9 Millionen Dollar ganz leicht positiv gewesen, hiess es.
Von den Divisionen war nur Core Digital Security operativ in den schwarzen Zahlen. Die beiden anderen Geschäftsbereiche machten deutliche Verluste.
Happiger Verlust
Unter dem Strich steht ein Reinverlust von 40,2 Millionen Dollar, nachdem im Vorjahr wegen des Verkaufs von Skidata noch ein Gewinn von 10,6 Millionen Dollar ausgewiesen werden konnte. Die Zahlung einer Dividende schlägt der Verwaltungsrat wie schon in den Vorjahren nicht vor.
Aufgrund des Verkaufs von Skidata ist Kudelski schuldenfrei. Per Ende 2025 verfügte das Unternehmen noch über einen Cash-Bestand von 100,4 Millionen Dollar. Ende 2024 hatte dieser noch bei 126,3 Millionen Dollar gelegen.
2026 leicht höherer Umsatz erwartet
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Kudelski-Management einen «leichten Umsatzanstieg» im Vergleich zum Vorjahr. Auch der EBITDA soll sich im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Zum Halbjahr hatte Firmenchef André Kudelski noch das Ziel ausgegeben, 2026 wieder profitabel werden zu wollen.
Ferner erwartet das Management, dass sich die «positive Transformationsdynamik» fortsetzen wird. Dabei wird erwartet, dass die Umsätze im Bereich Core Digital Security stabil bleiben. Cybersecurity soll wieder wachsen und IoT soll zu einem zweistelligen Wachstum zurückkehren. In allen drei Bereichen wird auch eine Verbesserung des EBITDA in Aussicht gestellt.
Wechsel im Verwaltungsrat
Zudem gab Kudelski noch Veränderungen im Verwaltungsrat bekannt. Patrick Foetisch wird nach mehr als 35 Jahren im Aufsichtsgremium an der nächsten Generalversammlung nicht mehr zur Wiederwahl antreten.
Als Ersatz wird Hélène Béguin neu zur Wahl vorgeschlagen. Sie war zuvor Partnerin bei KMPG und dort auch Mitglied des Verwaltungsrats. Zuletzt amtete sie auch als Verwaltungsratspräsidentin von KPMG Suisse, heisst es weiter. (awp/mc/ps)