«Lux in Arcana»: Dokumente des Vatikan-Geheimarchivs zugänglich

Vatikan-Ausstellung Lux in Arcana

«Die militärischen und politischen Aktionen des energischen Kardinals Gil de Albornoz». Aus dem «Register der Treueschwüre» zu Papst Innocent VI.

Zürich – EMC ist Hauptsponsor der Ausstellung „Lux in Arcana“, die in den Kapitolinischen Museen vom 1. März bis 9. September 2012 in Rom gezeigt wird. Die Ausstellung macht der Öffentlichkeit erstmals Dokumente wie Codizes, Schriftrollen, Aufzeichnungen und Manuskripte von grossem historischem Wert zugänglich, die 400 Jahren im Geheimarchiv des Vatikans verwahrt wurden.

EMC gab bereits vor der Ausstellungseröffnung bekannt, dass eines der ausgestellten Dokumente ein Brief von Marie Antoinette ist, den sie 1793 im Gefängnis vermutlich an Charles Philippe verfasste, Bruder von Ludwig dem XVI. und Graf von Artois, der 1824 als Charles der X. König von Frankreich wurde. Der Brief wurde handschriftlich auf einem Blatt normalem Papier mit wenigen Zeilen geschrieben: „Mein lieber Schwager, die Gefühle derer, die meinen Schmerz teilen, sind mein einziger Trost in dieser schweren Stunde.“ Unterzeichnet wurde der Brief mit den Worten „Deine Dich liebende Schwägerin und Cousine Marie Antoinette.“ Die klare und regelmässige Handschrift bestätigt, dass der Brief von Maria Antonia von Habsburg-Lothringen stammt, der Tochter von Maria Theresia von Österreich, die im Jahr 1770 den späteren König Ludwig XVI. von Frankreich heiratete und seither Marie Antoinette genannt wurde.

Folgende weitere Ausstellungsstücke aus dem 8. bis 20. Jahrhundert sind zu sehen:

  • Ein Brief des britischen Parlaments an Papst Clemens den VII. über die bevorstehende Scheidung König Heinrich des VIII.
  • Ein Seidentuch der Kaiserin Helena von China über ihre Bekehrung zum Katholizismus vom 4. November 1650
  • Ein Brief von Michelangelo an Christoforo Spiriti, Bischof von Cesena und späteren Patriarch von Jerusalem
  • Dokumente zum Fall Galileo Galilei, u.a. die Prozessakten, das Urteil sowie die verfasste Abschwörung von Galilei
  • Ein auf Birkenrinde geschriebener Brief amerikanischer Ureinwohner an Papst Leo den XIII.

Teil der EMC-«Information Heritage Initiative»
Das Sponsoring ist Teil der „Information Heritage Initiative“ von EMC, die das Wissen der Welt für künftige Generationen schützen, bewahren und die Erkenntnisse weltweit in digitaler Form für Forschung und Bildung zugänglich machen möchte. Zahlreiche Exponate von „Lux in Arcana“ werden auf der Ausstellungs-Website, auf YouTube, aber auch als Projektionen, dynamische Grafiken und Videos in der Ausstellung selbst gezeigt, um dem Besucher den historischen Kontext der Dokumente verständlich zu machen.

Zu den früheren Projekten der EMC „Information Heritage-Initiative“ zählen:

  • Unterstützung der JFK-Bibliothek in Boston bei der Digitalisierung und Archivierung ihrer gesamten Sammlung
  • Erstellung einer hochauflösenden, digitalen 3D-Rekonstruktion von Leonardo da Vincis „Codex des Fluges“, die veranschaulicht, wie da Vinci die Details seiner Flugmaschine visualisierte
  • Unterstützung der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar bei der Digitalisierung ihrer einzigartigen Sammlung von Erstausgaben des Faust, nachdem 2004 bei einem verheerenden Brand mehr als 50.000 Bücher und Handschriften zerstört und zehntausende andere Stücke stark beschädigt wurden

Verantwortung und Sorgfalt im Umgang mit historischen Schätzen
Zahlreiche Organisationen und Institutionen, wie das Vatikanische Geheimarchiv, die Stadt Rom, das städtische Amt für Kultur, Geschichte und Schutz von Kulturgütern sowie Zètema Progetto Cultura arbeiteten bei der Realisierung der Ausstellung „Lux in Arcana“ zusammen. Dazu Luca Carboni, Generalsekretär, Vatikanisches Geheimarchiv: „Das Vatikanische Geheimarchiv hütet seit mehr als 400 Jahren wertvolle, alte Dokumente. EMC ist einer der weltweit führenden Anbieter von Lösungen im Bereich Datenspeicherung und -archivierung und daher ein verlässlicher Partner bei der Bewahrung dieses Erbes der Menschheit. Wir sind dankbar für das grosse Engagement von EMC bei der „Lux in Arcana“-Ausstellung, bei der das Unternehmen einmal mehr seine Verantwortung und Sorgfalt im Umgang mit historischen Schätzen bewiesen hat.“

Teil des Weltkulturerbes
Michele Liberato, Präsident, EMC Italia, sagt: „Fotografien, Tagebücher, Filme, Briefe, alte Schriften, Musik und die bildende Kunst sind Teil des Weltkulturerbes. Doch viele historische Dokumente und Kulturgüter sind bedroht, wenn sie nicht digitalisiert und somit erhalten werden. EMC setzt sich dafür ein, diese wertvollen Geschichtszeugnisse zu bewahren und zu schützen. Das Vatikanische Geheimarchiv hat uns die grosse Möglichkeit eröffnet, Besuchern der Ausstellung „Lux in Arcana“, aber auch zukünftigen Generationen Einblicke in die Geschichte zu geben.“

Historischer Wendepunkt
„Die „Lux in Arcana“-Ausstellung selbst markiert einen historischen Wendepunkt, an dem die alte Welt der Geschichte und der Religion, und die neue Welt der Wissenschaft und Technologie aufeinander treffen», erläutert Fred Janssen, Head of Field Marketing EMEA, EMC. «Für EMC ist es ein grosses Privileg, bei diesem Ereignis dabei zu sein und heutige Erkenntnisse sowie Technologien dafür zu nutzen, um die kulturellen Errungenschaften der Vergangenheit zu sichern. EMC investiert in diese Ausstellung, da wir unseren Beitrag zu der Bewahrung von Geschichte für künftige Generationen leisten möchten.“ (EMC/mc/ps)

Zusätzliche Informationen:

Mehr zu der Ausstellung „Lux in Arcana
Fotos der Ausstellung hier
Erfahren Sie mehr zu der „Information Heritage Initiative“ von EMC

Über EMC
EMC unterstützt mit seinen Technologien und Lösungen Firmen dabei, den maximalen Nutzen aus ihrem Informationsbestand zu ziehen. Dabei hilft EMC Organisationen von der Entwicklung über den Aufbau bis hin zur Verwaltung von flexiblen, skalierbaren und sicheren Informationsinfrastrukturen – die zukünftig vollständig virtualisiert sein werden. EMC ist in der Schweiz in Zürich (Hauptsitz), Bern und Gland/VD vertreten. Weitere Informationen über EMC finden sich unter: www.emc2.ch.

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