Microsoft bestätigt Übernahme von „6Wunderkinder“

Microsoft-CEO Satya Nadella. (Foto: Microsoft)
Microsoft-CEO Satya Nadella. (Foto: Microsoft)

Microsoft-CEO Satya Nadella. (Foto: Microsoft)

Unterschleissheim – Microsoft übernimmt das Berliner Start-up 6Wunderkinder. Das bestätigte der Softwarekonzern am Dienstag. Die To-Do-Liste der Berliner App-Entwickler passe zum Portfolio von Microsoft und den Ambitionen des Konzerns, Produktivität in einer mobilen und Cloud-basierten Welt neu zu erfinden, schrieb Microsoft-Manager Eran Megiddo in einem Blog-Beitrag. Weitere Details oder den Kaufpreis nannte Megiddo nicht. Das „Wall Street Journal“ hatte zuvor von einer Summe zwischen 100 und 200 Millionen Dollar berichtet und berief sich dabei auf eine mit den Verhandlungen vertraute Person.

Mit der Wunderlist lassen sich auf dem Smartphone oder Tablet, aber auch auf dem PC Aufgaben verwalten und Notizen speichern. Die App hatte zuletzt über 13 Millionen Nutzer. Wie viele davon die kostenpflichtige Version verwenden, ist aber nicht bekannt. Das Berliner Start-up erreichte eine gewisse Berühmtheit, da es mit Sequoia Capital sogar einen legendären Risikokapitalgeber aus dem Silicon Valley als Geldgeber anlockte. Zu den Investoren gehören auch der schwedische Fonds Atomico sowie Earlybird Venture Capital.

Microsoft auf Shopping-Tour
Die App solle weiterhin kostenlos sein, auch der Preis der Pro-Version bleibe unverändert, versicherte Megiddo. Mit dem Berliner Start-up sichert sich Microsoft das Know-How eines der bekanntesten Berliner Start-ups für seine neue Mobilstrategie. Microsoft-Chef Satya Nadella will das Produktangebot verjüngen und vor allem im Smartphone-Markt aufholen. 6Wunderkinder ist bei Microsofts jüngster Einkaufstour der Dritte im Bunde. Zuvor schluckte der Softwarekonzern bereits die App-Anbieter Acompli und Sunrise Atelier. (awp/mc/pg)

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