Millionen Blackberry-Nutzer ohne E-Mails

Jim Balsillie

RIM-Co-CEO Jim Balsillie.

Berlin – Millionen von Blackberry-Nutzern in Europa, Asien und Afrika waren am Montag nach einem Medienbericht von ihren E-Mails abgeschnitten. Mehrere Online-Dienste des Herstellers Research in Motion (RIM) seien über Stunden nicht erreichbar gewesen, berichtete der «Daily Telegraph» auf seiner Website. Am späten Nachmittag war die Panne demnach noch nicht behoben.

RIM äussert sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa zunächst nicht zu dem Bericht. Die britische Dependance der Firma räumte per Twitter ein, bei «einigen Nutzern in der Region EMEA» (Europa, Naher Osten, Afrika) gebe es Probleme.

RIM unter Druck
Nach Informationen der britischen Zeitung fielen neben dem E-Mail-Service auch die Internetnutzung aus und der Blackberry Messenger (BBM), mit dem Nutzer Kurznachrichten verschicken können. Davon nicht betroffen waren offenbar Firmen, die die Blackberry-Dienste über einen eigenen Server abwickeln (Blackberry Enterprise Services). Die Geräte des kanadischen Herstellers werden in vielen Firmen eingesetzt. Allerdings ist RIM aufgrund der wachsenden Konkurrenz im Smartphone-Markt unter Druck geraten. Obwohl die Taschencomputer boomen, musste die Firma im zweiten Geschäftsquartal zum ersten Mal seit Jahren einen Verkaufsrückgang hinnehmen. (awp/mc/ps)

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