Mobilezone übernimmt E-Commerce-Anbieter Apfelkiste.ch

Mobilezone übernimmt E-Commerce-Anbieter Apfelkiste.ch
Mobilezone-Hauptsitz in Rotkreuz. (Foto: Mobilezone)

Rotkreuz – Der Handyanbieter Mobilezone expandiert im Schweizer Online-Geschäft. Er übernimmt die AK Group mit der E-Commerce-Plattform Apfelkiste.ch und dem Retail-Brandingspezialisten Marein.

Mit dem Kauf von Apfelkiste erhöhe Mobilezone seine Onlinepräsenz signifikant, teilte der Handyanbieter am Donnerstagabend mit. Gleichzeitig werde die Online-Plattform ihre Präsenz durch das schweizweite stationäre Vertriebsnetz von Mobilezone ausbauen.

Die neuen Geschäftsmöglichkeiten würden über die nächsten Jahre «erheblichen zusätzlichen Wert» schaffen, zeigte sich Mobilezone überzeugt.

Umsatz von über 100 Millionen
Für die Übernahme bezahlt Mobilezone rund 180 Millionen Franken in bar. Verkäufer sind die Schweizer Beteiligungsgesellschaft Invision, der Gründer von Apfelkiste, Pierre Droigk, sowie ein weiterer Mitgründer, wie es heisst. Droigk, der die AK Group als CEO geleitet hatte, soll an der Generalversammlung 2027 zur Wahl in den Verwaltungsrat von Mobilezone vorgeschlagen werden.

Die AK Group mit den beiden Unternehmen Apfelkiste und Marein beschäftigt laut den Angaben insgesamt rund 100 Mitarbeitende. Im Jahr 2025 erzielte sie einen Umsatz von über 100 Millionen Franken mit einem EBITDA von etwa 20 Millionen Franken.

Apfelkiste verkauft Zubehör für Smartphones sowie weitere Produkte aus den Bereichen «Home & Living» sowie «Lifestyle» und hat ein Sortiment von rund 60’000 Produkten. Marein sieht sich derweil als Spezialist für Retail, Branding und Sourcing.

Signifikante Umsatz- und Margensteigerung
Mobilezone mit rund 125 Shops und Apfelkiste als «etablierte Online-Plattform» ergänzten sich ideal, schreibt das Unternehmen. So solle das «Shop-Erlebnis» für Mobilezone-Kunden durch das Sortiment der AK Group ergänzt werden.

Die Übernahme schaffe zudem die Grundlage für eine «signifikante Steigerung von Umsatz, EBITDA und Margen aller Stufen», heisst es in der Mitteilung. Der erwartete Betriebsgewinn (EBITDA) liegt für 2026 auf annualisierter Basis pro forma bei 60 bis 67 Millionen Franken.

Unter Berücksichtigung von «zeitnah erwarteten Synergieeffekten im mittleren einstelligen Millionenbereich» rücke das Mittelfristziel für den EBITDA von 70 Millionen für das Geschäftsjahr 2028 bereits in unmittelbare Nähe.

Spätere Guidance-Anpassung
Durch den Verkauf von Mobilezone Deutschland weist Mobilezone per Ende 2025 eine Nettocash-Position von 66,5 Millionen Franken auf. Nach dem geplanten Vollzug der Transaktion mit der AK Group im zweiten Quartal werde die Nettoverschuldung per Ende 2026 im Verhältnis zum annualisierten pro forma EBITDA «unter 2» liegen.

Eine Anpassung der EBITDA-Guidance für das Geschäftsjahr 2026 werde bei der Bekanntgabe des Vollzuges erfolgen, heisst es weiter. (awp/mc/pg)

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