Glasfaser-Kooperation in Freiburg gefährdet

Glasfaser

Bern – Die Swisscom hält den Ausbau des Glasfasernetzes in Freiburg für gefährdet. Zu diesem Schluss seien die Swisscom und der Kooperationspartner Groupe E nach der Prüfung des Schlussberichtes der Wettbewerbskommission (Weko) zur Glasfaserkooperation im Kanton Freiburg gekommen, teilt die Swisscom am Mittwoch mit. Der Weko-Bericht wurde vergangenen Freitag veröffentlicht.

Beide Partner wollen gemäss Mitteilung die Diskussionen mit der Weko weiterführen, um eine rasche Lösung zu finden. «Ohne eine gemeinsame Lösung besteht die Gefahr, dass der Ausbau des Glasfasernetzes in den Kantonen Freiburg und Neuenburg und in einem Teil des Kantons Waadt beendet werden müsste», heisst es weiter.

Mehrere zentrale Vertragsklauseln beanstandet
Die Weko habe nach 17-monatiger Prüfung mehrere zentrale Vertragsklauseln bei der Glasfaserkooperation in Freiburg beanstandet. Das Ziel beider Unternehmen sei, alle Wohnungen und Geschäfte im gesamten Kanton Freiburg mit einem diskriminierungsfreien Glasfaseranschluss zu versorgen. Um die dafür notwendigen, hohen Investitionen tätigen zu können, würden Groupe E und Swisscom einen Vertrag innerhalb ihres Gemeinschaftsunternehmens benötigen, der den Ausbau mit einem vertretbaren unternehmerischen Risiko ermögliche, heisst es weiter.

Partner suchen Gespräch mit der Weko
«Ein solches vertretbares Risiko ist nach dem Bericht der Weko nicht mehr gegeben», so die Swisscom weiter. Beide Partner würden nun erneut das gemeinsame Gespräch mit der Weko suchen, um einen Ausweg aus der kritischen Situation zu finden. Die entsprechenden Diskussionen sollen rasch vorangetrieben werden, da durch das Vorgehen der Weko bereits sehr viel Zeit beim Aufbau des neuen Glasfasernetzes verloren gegangen sei. Sollte es nicht zu einer raschen Lösung kommen, könnte dies dem ganzen Projekt ein Ende setzen, wie es weiter heisst.

Im Rahmen eines 2009 lancierten Pilotprojektes im Dorf Neyruz/FR und im Torry Quartier in der Stadt Freiburg wurden bisher rund 2’500 Wohnungen und 100 Unternehmen an das von Groupe E und Swisscom gebaute offene Glasfasernetz angeschlossen. (awp/mc/pg)

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