T-Systems: Deutsche Telekom setzt Wachstumskurs im Rekordjahr 2018 fort

Stefano Camuso
Stefano Camuso, Managing Director von T-Systems Schweiz. (Foto: zvg)

Bonn / Zollikofen – Die Deutsche Telekom geht nach weiteren Fortschritten vorsichtig in ein möglicherweise wegweisendes Jahr. 2019 steht für den Dax -Konzern die erste Lizenzauktion für den künftigen Mobilfunkstandard 5G an, ausserdem will Vorstandschef Tim Höttges mit dem geplanten milliardenschweren Kauf des US-Mobilfunkrivalen Sprint sein Meisterstück unter Dach und Fach bringen. Im Tagesgeschäft steht die Telekom auch immer besser da – nimmt sich aber beim operativen Gewinn nicht ganz so grosse Schritte vor wie zuletzt.

Im Gesamtjahr stieg das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 5 Prozent auf 23,3 Milliarden Euro, getragen von allen Sparten ausser der schwächelnden T-Systems. Für das neue Jahr hat die Telekom zunächst rund 3 Prozent Anstieg eingeplant. Dazu soll nun auch die seit Jahren im Umbau steckende Grosskundentochter beitragen.

Euro bremst Umsatzwachstum
Allerdings rutschte die Telekom vor Jahresschluss wegen Abschreibungen vor allem in Polen in die roten Zahlen, und auf Jahressicht ging der Überschuss um über ein Drittel auf 2,2 Milliarden Euro zurück. Im Vorjahr hatte die US-Steuerreform einen milliardenschweren Sonderertrag geliefert. Zudem wurden rund 300 Millionen Euro für den Personalabbau fällig. Der Umsatz wuchs vom starken Euro gebremst um 0,9 Prozent auf 75,7 Milliarden Euro.

Die Telekom steht in diesem Jahr vor der ersten und möglicherweise kostspieligen Versteigerung von deutschen Frequenzen für den neuen, schnelleren Mobilfunkstandard 5G. Der Konzern kritisiert wie seine deutschen Rivalen die für die Auktion formulierten Ausbaubedingungen – und reicht nun wie Telefonica Deutschland und Vodafone einen Eilantrag bei Gericht ein, um das Verfahren noch zu ändern, wie Höttges in Bonn sagte. Allerdings bereite sich die Telekom mit ihren Teams in Probeauktionen bereits auf die für Ende März angesetzte Versteigerung vor.

Im zweiten Quartal rechnet Höttges auch mit einer richtungsweisenden Entscheidung der Aufseher in den USA. Dort will die US-Tochter T-Mobile US den Rivalen Sprint für 26 Milliarden Dollar in Aktien übernehmen und damit in den kommenden Jahren Milliarden an Kosten einsparen. Derzeit liefen in den entsprechenden Gremien die Prüfungen, sagte Höttges. Erst vergangene Woche sei er zu Gesprächen in den USA gewesen.

T-Systems Schweiz: Investitionen in Wachstumsfelder und Mitarbeiter
Den Geschäftsgang der T-Systems Schweiz im 2018 kommentiert Managing Director Stefano Camuso: «Der geschäftliche Erfolg unserer Kunden beruht mehr und mehr auf digitalen Geschäftsmodellen und der Digitalisierung ihrer kompletten Wertschöpfungskette. Wir stehen ihnen als Digitaldienstleister und als strategischer Berater mit pragmatischen und innovativen Lösungen zur Seite.

Dafür haben wir im vergangenen Jahr sehr stark in Wachstumsfelder wie das Internet der Dinge (IoT), Cloud & Infrastruktur, SAP, Sicherheit, Digital Solutions sowie Konnektivität investiert. Diese Technologien sind absolut erfolgskritisch, will ein Unternehmen die digitale Transformation meistern. Durch die entsprechende Portfolio-Fokussierung in der Schweiz können wir die komplette Kette der Digitalisierung von Anfang bis Ende für unsere Kunden abbilden. Wir erfüllen ihre Anforderungen noch besser, indem wir zudem die Rahmenbedingungen bei uns optimiert haben: Wir haben uns agiler organisiert, gehen neue Wege in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden, übernehmen mehr Eigenverantwortung und treiben unseren Kulturwandel voran.

Vor diesem Hintergrund freut es mich umso mehr, dass wir ein äusserst erfolgreiches Jahr verzeichnen können. Im vergangenen Jahr haben wir u.a. die Baloise (https://info.t-systems.ch/blog/baloise-group-procurement-as-a-service) und die V-ZUG (https://info.t-systems.ch/blog/v-zug-beschreitet-mit-t-systems-weg-in-die-digitale-zukunft) als Neukunden gewonnen. Darüber hinaus konnten wir unsere Zusammenarbeit mit der SBB in verschiedenen Geschäftsbereichen weiter ausbauen. Und langjährige treue Kunden wie Clariant, Valora und Swissmedic haben ihre Verträge verlängert.

Wir werden auch künftig in die Weiterentwicklung unserer Produkte und innovativen Lösungen investieren, insbesondere aber in unsere Mitarbeitenden. Sie sind an vorderster Front und werden weiterhin alles daransetzen, unsere Kunden in neuen Märkten und bei neuen Herausforderungen zu unterstützen. Die Investitionen, die wir heute tätigen, erlauben uns morgen und darüber hinaus eine noch stärkere Positionierung im Markt.» (awp/T-Systems/mc/ps)

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