Temenos will Gas geben im Cloud- und SaaS-Geschäft

Temenos will Gas geben im Cloud- und SaaS-Geschäft
Temenos-CEO Max Chuard. (Foto: Temenos)

London – Der Bankensoftwarehersteller Temenos will im Cloud- und Software-als-Service-Geschäft (SaaS) Gas geben. Den ersten Cloudkunden habe Temenos im Jahr 2011 gewonnen, sagte Konzernchef Max Chuard am Donnerstag am Kapitalmarkttag in London: „Wir waren damals die Ersten, die 2011 vom Cloudgeschäft gesprochen haben.“ Seither habe sich der Vertragswert versechsfacht.

Mittlerweile habe Temenos 33 Kernbankenkunden in dem Geschäft. Insgesamt würden über 400 Kunden die Temenos-Clouddienstleistungen nutzen, sagte Chuard. 22 Prozent aller neuen Verträge seien Cloudgeschäfte.

Marktanteile gewonnen
Insgesamt gewinne Temenos Marktanteile, so der Konzernchef: Die Software-Lizenzeinnahmen seien seit 2013 jährlich um 21 Prozent gewachsen. Langfristig peile Temenos ein Wachstum von mindestens 15 Prozent pro Jahr an, während der Markt lediglich um 8 Prozent zulegen dürfte. Gerade in den USA will die Firma expandieren.

Marktanteil im Kernbankengeschäft soll auf über 30% steigen
Im Kernbankengeschäft habe Temenos rund doppelt so viele neue Aufträge gewonnen wie der nächstgrössere Konkurrent Oracle, sagte Chuard. Man habe die Führungsposition ausgebaut. 2018 habe Temenos einen Marktanteil von 16 Prozent im Kernbankengeschäft. Diesen wolle man langfristig mehr als verdoppeln.

Noch schneller will das Genfer Unternehmen bei den anderen Produkten wie beispielsweise Infinity, Payments oder Fundadministration wachsen. Hier wolle man den Marktanteil, der im vergangenen Jahr 5 Prozent erreicht habe, langfristig mehr als verdreifachen, sagte Chuard.

Aktie schiesst hoch
Am Morgen hatte das Westschweizer Unternehme ein Update zu den Mittel- und Langfristzielen vorgelegt. Langfristig will das Unternehmen ein Umsatzwachstum (Non-IFRS) von durchschnittlich mindestens 10 bis 15 Prozent pro Jahr erreichen. Dabei sollen die Lizenzeinnahmen durch Software um mindestens 15 Prozent pro Jahr zulegen.

Für die EBIT-Marge fasst Temenos langfristig ein Ziel von über 36 Prozent ins Auge. Im Zeitraum von drei bis fünf Jahren hat sich die Firma zudem eine Ausweitung der EBIT-Marge von 100 bis 150 Basispunkten pro Jahr zum Ziel gesetzt. Beim Gewinn pro Aktie (Non-IFRS) will die Gesellschaft langfristig ein durchschnittliches Wachstum von mindestens 15 Prozent pro Jahr erzielen. Im laufenden Jahr will Temenos mit einem Umsatz von fast 1 Milliarde Umsatz die „kritische Masse“ erreichen, wie es weiter hiess.

Die Ziele, die im wesentlichen den bisherigen Zielen entsprechen, kamen bei der Finanzgemeinde gut an. An der Schweizer Börse legte die Aktie bis Handelsschluss um 5,4 Prozent zu. (awp/mc/pg)

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