CH-Eröffnung: Fester dank Hoffnung für Nahost – Alcon brechen ein
Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch mit klar höheren Kursen in die Sitzung gestartet. Gestützt wird das Sentiment derzeit von neuen Hoffnungsschimmern aus dem Nahen Osten sowie vom Optimismus hinsichtlich der Firmengewinne im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz. Dies hat einerseits die US-Aktien am Vorabend erneut auf neue Höchststände geführt, andererseits auch in Asien für positive Vorzeichen gesorgt. Nach Börsenschluss in den USA hat zudem der Chipkonzern AMD sehr starke Zahlen vorgelegt. Die Stimmung der Investoren springe derzeit «Flip Flop» zwischen AI-Optimismus und den Schlagzeilen aus dem Nahen Osten, heisst es dazu etwa in einem Kommentar der Onlinebank Swissquote.
Im Konflikt um den Iran stehen die Zeichen vorerst auf Deeskalation. In der Nacht auf Mittwoch kündigte US-Präsident Donald Trump überraschend an, den erst am Montag gestarteten US-Einsatz für eine sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus «für kurze Zeit» auszusetzen. Während des Stopps von «Projekt Freiheit» solle geprüft werden, ob ein Abkommen mit dem Iran abgeschlossen und unterzeichnet werden könne. Es habe «grosse Fortschritte» für ein «umfassendes und abschliessendes» Abkommen gegeben.
Der SMI notiert um 9.15 Uhr 1,26 Prozent höher bei 13’216,83 Punkten. Der SMIM für die mittelgrossen Werte legt 0,87 Prozent auf 3007,22 Punkte zu und der breite SPI 1,17 Prozent auf 18’694,65 Punkte. Von den 20 SMI-Titel liegen 19 höher und einer tiefer.
Die bescheidenen Hoffnungszeichen auf eine Entspannung im Nahen Osten zeigen sich auch in einer Abwärtstendenz des Erdölpreises. So ist der Preis für ein Fass der Sorte Brent über Nacht in den Bereich von 108 US-Dollar abgesunken. Am Vortag mussten in der Spitze noch über 114 Dollar bezahlt werden.
Alcon nach Zahlen schwach
Alcon (-8,6%) brechen nach Zahlen ein und knüpfen damit an den seit Jahresbeginn andauernden Abwärtstrend an. In ersten Kommentaren äussern sich Analysten zwar teils positiv über die Q1-Ergebnisse vom Vorabend. Es gibt aber auch kritische Punkte. So verweist etwa die Bank Vontobel auf den Wettbewerbsdruck für Alcon im Bereich Implantate.
Nach Zahlen und volatilem Start finden sich Logitech (+0,8%) mittlerweile im positiven Terrain. Der Computerzubehörhersteller hat mit dem Ergebnis im ersten Quartal grundsätzlich positiv überrascht.
Klare Gewinne verzeichnen derzeit Amrize (+2,7%), Richemont (+2,5%) oder Kühne+Nagel (+2,1%), letztere nach einer Aufstufung auf «Buy» durch Jefferies.
Im breiten Markt werden Huber+Suhner (+9,3%) auf Allzeithoch von einer positiven Analystenstimmen weiter beflügelt. (awp/mc/pg)