CH-Eröffnung: SMI tiefer – Novartis nach Zahlen im Sinkflug

CH-Eröffnung: SMI tiefer – Novartis nach Zahlen im Sinkflug
(Adobe Stock)

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt ist am Dienstag deutlich schwächer in den Handel gestartet. Dabei ziehen vor allem die Kursverluste des Schwergewichts Novartis nach schwachen Quartalszahlen den SMI nach unten. Belastend wirken zudem die stockenden Verhandlungen im Nahen Osten sowie die anhaltend hohen Ölpreise.

Für Verunsicherung sorgt weiterhin das internationale Geschehen und insbesondere die anhaltende Schliessung der Strasse von Hormus. Der Preis für Brent-Öl ist zuletzt über 110 US-Dollar gestiegen und hat damit innert Wochenfrist gut 16 Prozent zugelegt. Ohne klare Signalen für eine nachhaltige Entspannung dürften Inflations- und Konjunktursorgen weiter wachsen, so Marktteilnehmer.

Im Fokus stehen in dieser Woche auch Notenbankentscheide. Die Bank of Japan beliess ihren Leitzins zwar unverändert, signalisierte jedoch eine tendenziell restriktivere Haltung. Experten werten dies als Hinweis darauf, dass sich die Phase erhöhter Energiepreise und deren Auswirkungen auf die Geldpolitik weiter hinziehen könnte. Bei den anstehenden Sitzungen sei vor allem der Tonfall der Währungshüter entscheidend.

Der Leitindex SMI verliert um 09.15 Uhr 0,93 Prozent auf 13’042,47 Punkte, wobei 14 Titel tiefer und 6 höher stehen. Der SMIM für die mittelgrossen Werte büsst 0,52 Prozent auf 2940,14 und der breite SPI 0,85 Prozent auf 18’416,58 Punkte ein.

Nach unten gezogen wird der SMI durch Novartis (-4,4%). Der Pharmakonzern hat im ersten Quartal den dämpfenden Effekt durch Nachahmer-Präparate deutlich zu spüren bekommen und schwächer abgeschnitten als erwartet. Die Zielsetzung für das Gesamtjahr wurde indes bestätigt.

Grösster Gewinner sind Amrize (+1,2%) im Vorfeld der Quartalszahlen vom späten Mittwochabend. Gegen den Trend zulegen können auch Holcim (+0,5%) nach einer Kaufempfehlung durch CFRA. Ebenfalls leicht im Plus sind die Versicherer und UBS, mit Avancen von 0,3 bis 0,5 Prozent.

Im breiten Markt brechen Bucher (-4,6%) ein. Der Agrartechniker hatte für das erste Semester rückläufige Umsätze und Bestellungen gemeldet. Auch hier wurden die Erwartungen der Analysten klar verfehlt. Zudem geht es für die Titel der Biopharmaunternehmen Santhera (-4,9%) und Idorsia (-2,4%) nach Zahlen deutlich abwärts. Deutliche Verluste zeichnen sich dagegen beim Reisedetailhändler Avolta (-5,1%) ab, nach einer Rückstufung durch die UBS.

Demgegenüber klettern die Titel des Verpackungsherstellers SIG (+9,0%) in die Höhe. Dem Unternehmen gelangen mit den Q1-Zahlen gleich mehrere positive Überraschungen, allerdings hatten die Aktien im vergangenen Jahr einen äusserst schweren Stand. Zu den wenigen Gewinnern zählen auch noch Ypsomed (+2,9%) nach einer Hochstufung durch Barclays auf «Overweight».

Auch heute werden diverse Titel ex-Dividende gehandelt, unter anderem Cembra (5,60 Fr.), SFS (2,50 Fr.), Siegfried (0,40 Fr.) sowie VP Bank (4,00 Fr.). (awp/mc/ps)

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