CH-Schluss: SMI wieder im Aufwärtstrend

CH-Schluss: SMI wieder im Aufwärtstrend

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Mittwoch mit festeren Notierungen abgeschlossen. Dabei hat der Leitindex SMI nach der kurzen Verschnaufpause vom Vortag auf die Erfolgsspur zurückgefunden und ist mit der avancierenden US-Börse im Nachmittagshandel über die Schwelle von 8’400 Punkten auf ein neues Mehrjahreshoch geklettert. Begünstigt wurde das Geschäft mit Dividendenpapieren von guten Konjunkturaussichten der Weltbank sowie von positiven Wirtschaftsdaten aus den USA.

Das Wachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer stabilisiere sich wieder und die Industriestaaten befreiten sich aus ihrer jahrelangen Krise, hiess es im Bericht der Weltbank. Derweil fand bei den US-Konjunkturdaten vor allem der Empire-State-Index Beachtung: Im verarbeitenden Gewerbe des Bundesstaates New York hatte sich die Stimmung im Januar überraschend stark aufgehellt. Im Vorfeld der Veröffentlichung des Konjunkturberichts der US-Notenbank Fed, dem „Beige Book“, lehnten sich die Anleger allerdings nicht zu stark aus dem Fenster und liessen Zurückhaltung walten, hiess es.

Bis Börsenschluss legte der Swiss Market Index (SMI) um 0,46% auf 8’423,42 Punkte und übertraf damit das am Montag erreichte Mehrjahreshoch um rund 10 Zähler. Auf dem derzeitigen Niveau bewegte sich der SMI zuletzt vor rund sechs Jahren. Der gekappte Swiss Leader Index (SLI) stieg am Berichtstag um 0,48% auf 1’293,38 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,46% auf 8’045,13 Zähler. Von den 30 wichtigsten Titeln lagen am Ende 21 im Plus und neun im Minus.

Die positive Grundstimmung an den Börsen weltweit halte an, meinten Händler. Hierzulande avancierten vor allem einige Zykliker stark: Allen voran zogen Clariant bei ansprechend hohen Volumen um 4,0% auf 16,98 CHF an. Die Titel des Spezialchemiekonzerns kosteten zuletzt im Juni 2011 mehr als 17 CHF. Weiter gewannen im Sektor etwa Holcim (+2,5%) oder Adecco (+1,4%) stark an Wert.

Die Luxusgüteraktien von Richemont (+1,2%) und Swatch Group (-1,0%) schlossen uneinheitlich. Während Swatch weiter nach unten korrigieren dienten Richemont die laut Experten starken Zahlen des britischen Branchennachbarn Burberry als Kaufargument. Richemont legt am Donnerstag die Umsatzzahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 vor.

Die Versicherer Swiss Life (+2,1%) und Zurich (+1,4%) waren in der SMI/SLI-Tabelle ebenfalls weit vorne zu finden. Für Swiss Life hatte das Aktienresearch der CS die Anlageempfehlung auf „Neutral“ von „Underperform“ erhöht. Die Titel seien trotz der starken Kursentwicklung im Jahr 2013 relativ tief bewertet, hiess es. Zudem dürften die positiven Trends mit einem Umsatzwachstum bei Lebensversicherungen kurzfristig anhalten. Zudem hob die CS das Zurich-Kursziel an.

Bei den Banken stiegen CS um 0,7% und UBS um 0,5%. In den USA hatte die Bank of America mit über Erwarten guten Quartalszahlen den positiven Verlauf der US-Bankenberichtssaison bestätigt. Ausserdem dürften den Schweizer Finanzinstituten der Marktzugang in der EU wohl doch nicht erschwert werden. Dies hätten Gespräche zu der Finanzmarktrichtlinie MiFID II in Brüssel ergeben, hiess es.

Der Gesamtmarkt wurde zudem von den Avancen der Schwergewichte Novartis (+1,0%) und Nestlé (+0,5%) gestützt. Die Verluste von Roche (-0,6%) dämpften den Aufwärtstrend nur leicht. Weitere Verluste mussten Kühne+Nagel, SGS (je -0,9%) oder Syngenta (-0,7%) hinnehmen.

Am breiten Markt fielen unter anderem die Aktien von Leclanché (-4,5%) oder der Partners Group (-2,8%) nach Zahlen negativ auf. Auch Barry Callebaut (-0,8%) gaben nach. Der Kakaohersteller enttäuschte die Anleger mit dem Volumenwachstum im ersten Quartal leicht.

Der Fleischverarbeiter Bell (+0,4%) steigerte den Umsatz 2013 vor allem preisbedingt um 3,7%, das Absatzvolumen ging unterdessen leicht zurück. Starke Avancen verzeichneten Mikron (+9,6%) oder Bellevue Group (+9,1%), ohne dass es Unternehmensnews gegeben hätte. (awp/mc/pg)

SIX Swiss Exchange

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