CH-Schluss: SMI beendet den Handel im Plus

Boerse

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Mittwoch im Plus beendet. Der Leitindex SMI zeigte sich robust und holte einen Teil seiner Verluste des Vortages wieder auf. Getragen wurde der Gesamtmarkt insbesondere von den Schwergewichten, wobei Roche nach starken Umsatzdaten auffielen. Doch auch Novartis und Nestlé stützten den SMI über weite Strecken. Der Nahrungsmittelgigant aus Vevey wird am Freitag seine Zahlen für das erste Quartal offenlegen.

Dominierendes Thema blieben am Markt die Ölpreise. Die deutliche Erholung am Ölmarkt wurde von den Anlegern zwar gut aufgenommen. Eine weitere Stabilisierung der Aktienkurse dürfte jedoch davon abhängen, ob der Trend bei den Ölpreisen in den kommenden Tagen positiv bleibe, sagte ein Händler. Die neu erwachte Risikofreude der Anleger stützten zudem gute Nachrichten im Kampf gegen das Coronavirus. Doch bleibe auch hier die Unsicherheit gross. Die im Zusammenhang mit der Pandemie verbundenen wirtschaftlichen Restriktionen sorgten für wenig Visibilität, hiess es.

Der SMI schloss schliesslich 0,87 Prozent höher auf 9’630,56 Punkten. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Akten enthalten sind, machte 0,57 Prozent auf 1’384,61 Punkte gut und der breit gefasste SPI 1,08 Prozent auf 11’900,18 Punkte. Von den 30 SLI-Titeln ging mehr als die Hälfte mit Gewinnen aus dem Handel.

An der Spitze der Blue Chips lagen bei Handelsschluss AMS (+7,2%) gefolgt von Papieren wie Vifor Pharma (+2,9%) und Geberit (+2,7%). Geberit profitierten von einer Aufstufung durch eine grössere Bank in Europa, hiess es im Handel. Der Titel sei zudem bei der Aufholjagd des SMI der letzten vier Wochen zurückgeblieben und habe nun das grössere Aufholpotential genutzt.

Gute Gewinne zeigten auch die Bons von Roche (+2,7%). Einerseits wartete der Pharmakonzern mit überzeugenden Quartalsumsatzzahlen auf, andererseits wurden trotz Coronavirus-Krise die diesjährigen Zielvorgaben bestätigt. Insbesondere Letzteres wurde in Analystenkreisen mit Erleichterung zur Kenntnis genommen. Die guten Verkaufszahlen seien fast ausschliesslich dem überzeugenden Umsatzbeitrag aus dem Pharmageschäft zu verdanken, erklärten Analysten. Der Beitrag aus dem Diagnostikgeschäft war im Jahresvergleich hingegen leicht rückläufig.

Ebenfalls einen guten Teil zum starken SMI trugen Nestlé (+1,4%) bei. Der Nahrungsmittelgigant aus Vevey wird am Freitag seine Zahlen für das erste Quartal offenlegen. Derweil hinkten Novartis (+0,9%) auf hohem Niveau den beiden anderen Schergewichten etwas hinterher.

Schindler (-0,7%) gehörten nach einem schwachen Start kurzzeitig zu den Gewinnern, fielen dann jedoch in negative Gefilde zurück. Der Aufzug- und Rolltreppenhersteller blickt auf ein schwieriges erstes Quartal zurück. Immerhin übertraf das Unternehmen beim Umsatz die optimistischsten Schätzungen. Analysten waren von einschneidenderen Folgen des Coronavirus-Ausbruchs in China ausgegangen.

Credit Suisse (+0,9%) konnten sich einer Rückstufung durch HSBC auf „Hold“ widersetzen und schlossen im Plus. Die CS habe in den vergangenen Jahren bezüglich Profitabilität zwar grosse Fortschritte gemacht, allerdings eigne sich das Geschäftsmodell wohl eher für einen Bullen- als für einen Bärenmarkt, hiess es dazu. UBS schlossen derweil bei 8,98 Franken (-0,2%).

Am Tabellenende befanden sich bei Handelsschluss Adecco (-6,8% oder -2,80 Fr,) die allerdings ex-Dividende von 2,50 Franken gehandelt wurden. Deutliche Abgaben gab es auch erneut für die stark von der Coronakrise betroffenen Swatch und Richemont (je -1,4%).

Im breiten Markt büssten Sulzer (-5,0%) deutlich an Terrain ein. Nach dem über Erwarten starken Auftragseingang vom Vortag, der der Sulzer-Aktie ein Kursplus von gut 2 Prozent bescherte, ging es am Mittwoch umso rascher talwärts. Kepler Cheuvreux und Mainfirst hatten ihre Kursziele nach unten revidiert.

Dafür kletterten Inficon (+9,4%) nach starken Zahlen in die Höhe. (awp/mc/pg)

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