CH-Schluss: SMI schliesst nahe Rekordhoch fester

Boerse

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag nach einem Verlauf in engen Spannen zu einem Schlussspurt angesetzt und praktisch auf Rekordhoch fester geschlossen. Dabei waren vor allem Aktien zyklischer Firmen und Finanzwerte gesucht. Zudem konnten sich die defensiven Schwergewichte, die den Markt über weite Strecken gebremst hatten, erholen. Dabei dürfte der Eurex-Verfall einzelner Werte zum Schluss noch Auftrieb gegeben haben.

Positive Konjunkturzahlen sorgten einmal für den nötigen Treibstoff. So waren die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA, der EU und auch aus China allesamt gut ausgefallen. Chinas Wirtschaft hat die Corona-Krise weitgehend überwunden und ist gar mit einem Rekordwachstum von 18,3 Prozent ins neue Jahr gestartet. «Der Markt ist weiter im Reflations-Modus und dabei sind eben zyklische, konjunktursensible Titel gesucht», sagte ein Händler.

Der SMI schloss 0,57 Prozent höher auf 11’262,97 Punkten. Damit ist der Leitindex praktisch auf seinem Rekordhoch von 11’270 Punkten angelangt, das er noch vor Corona im Februar 2020 markiert hatte. Im Wochenvergleich ergibt sich für den SMI ein Plus von 0,2 Prozent. Der SMIC, in dem die Dividenden in die Berechnung miteinfliessen, schloss gar um 0,61 Prozent höher auf dem neuen Höchststand von 25’101,18 Punkten.

Der SLI, in dem die Gewichtung der einzelnen Werte stärker begrenzt ist, rückte um 0,68 Prozent auf 1’830,34 und der breite SPI um 0,68 Prozent auf 14’398,22 Zähler vor. Im SLI schlossen 24 höher und sechs tiefer.

An die Spitze der Gewinner setzten sich konjunktursensible Titel. Allen voran verteuerten sich die Anteile des Liftherstellers Schindler um 2,7 Prozent. Dahinter folgte der Baustoffkonzern LafargeHolcim (+2,1%), dessen Aktien im Fahrwasser unerwartet guter Eckdaten des Konkurrenten Heidelbergcement gefragt waren. Zusätzliche Unterstützung lieferte ein positiver Kommentar der Citigroup.

Aber auch der Bauchemiehersteller Sika (+1,7%) gewann an klar Wert. Und auch Geberit (+0,1%) schlugen sich gut, denn die Aktien wurden mit einem Dividendenabschlag von 11,40 Franken gehandelt.

Zu den Gewinnern zählten weitere Zykliker wie der Chemiekonzern Clariant (+1,8%), die bereits am Vortag angezogen hatten und mit einem Wochengewinn von 5,6 Prozent gar der stärkste Blue chip waren. Auch der Computerzubehörhersteller Logitech (+1,9%), der Personalvermittler Adecco (+1,5%) und der Industriekonzern ABB (+1,6%) zogen klar an.

Bei den Finanzwerten lagen UBS (+1,9%) vor Partners Group (+1,5%) und der Credit Suisse (+1,0%) an der Spitze. Dahinter positionierten sich die Versicherer Zurich (+0,9%), Swiss Life (+0,5%) und Swiss Re (+0,5%). Dagegen verloren die Anteilsscheine von Julius Bär (-1,4% oder -0,84 Fr.) wegen der Dividendenauszahlung von 1,75 Franken nur optisch an Wert.

Richemont (-0,3%) konsolidierten den Wochengewinn und schlossen etwas leichter. Bei den Anteilen von Lonza strichen die Anleger nach einer guten Woche ebenfalls Gewinne ein. Auch AMS (-0,6%) und Alcon (-0,2%) schlossen leichter.

Gebremst wurde der Markt vom Schwergewicht Roche (-0,1%), das sich dann aber nach einem Schlussspurt die Verluste deutlich eingrenzen konnte. Die beiden anderen Riesen Nestlé (+0,8%) und Novartis (+0,4%) drehten gar noch in die Gewinnzone.

Am breiten Markt gewannen Conzzeta 3,9 Prozent. Das Unternehmen hat zum Jahresanfang im Hauptgeschäft Bystronic den Umsatz klar gesteigert. Zudem lag der Auftragseingang deutlich über den Erwartungen. (awp/mc/pg)

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