CH-Eröffnung: Fester – Swiss Re top, Givaudan flop

CH-Eröffnung: Fester – Swiss Re top, Givaudan flop

Zürich – Die Schweizer Börse zeigt sich am Donnerstag in der Eröffnungsphase deutlich fester. Die positive Vorgabe von der Wall Street belebe das Geschäft, hiess es im Handel. Zudem stütze vor allem die Nachfrage nach Finanzwerten und nach Index-Schwergewichten den Markt. Weiter fallen auch zyklische Valoren durch grössere Gewinne auf. Unter den berichtenden SMI-/SLI-Werten legen nach einem überraschend guten Ergebnis Swiss Re markant zu, wogegen nach Enttäuschungen Givaudan und Transocean im Angebot liegen.

Die US-Märkte haben am Vortag nach Handelsschluss in Europa noch deutlich zugelegt und den Tag im Plus beendet. Damit hat der Dow Jones-Index eine achttägige Verlustserie beendet. Nicht zuletzt kamen in den USA Spekulationen auf, dass die Notenbank Fed zur Ankurbelung der schwächelnden US-Wirtschaft ein neues Programm mit Wertpapierkäufen auflegen könnte. Im asiatischen Geschäft zeigten sich die Märkte allerdings uneinheitlich.

Bis um 09.30 Uhr steigt der Swiss Market Index (SMI) um 1,22% auf 5`550,10 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 1,28% auf 849,86 Zähler und der breite Gesamtmarkt (SPI) 1,18% auf 5`089,47 Punkte.

Währenddessen hält sich der Euro bis zur Berichtszeit über der Marke von 1,11 CHF; der US-Dollar notiert etwas unter 0,78 CHF. Weitere Impulse könnten am frühen Nachmittag die Zinsentscheide der Europäischen Zentralbank und der Bank of England bringen. In den USA stehen noch die Erstanträge auf Arbeitslosenversicherung auf dem Programm.

Unter den SMI-/SLI-Titeln stehen mit unterschiedlichen Vorzeichen die drei am (heutigen) Donnerstag berichtenden Unternehmen im Fokus: Swiss Re (+6,8%) führen die Gewinner an; Givaudan (-6,6%) und Transocean (-2,4%) sind die einzigen Titel im Minus. Sowohl Givaudan als auch Transocean haben mit ihren Zwischenabschlüssen die Erwartungen enttäuscht. Das Givaudan-Management geht u.a. davon aus, dass etwa die Hälfte der höheren Produktionskosten an die Kunden weiter gegeben werden könne. Bei Transocean wird teils auf die über Erwarten angestiegenen Kosten verwiesen. Davon unbeeindruckt zeigten sich die Titel des Erdölservice-Unternehmens Weatherford (+4,1%).

Swiss Re hat nach Einschätzung von Analysten die Erwartungen deutlich übertroffen. Allerdings sei die Gewinnentwicklung von Reserveauflösungen künstlich aufgebläht worden. Unter Berücksichtigung dieser beiden Faktoren liege das Ergebnis nur noch leicht über den Konsensschätzungen. Im Handel werden die vorliegenden Quartalszahlen dennoch als gut beurteilt. Swiss-Re-CFO George Quinn erwartet zudem nach erfolgreichen Erneuerungsrunden in den Monaten April, Juni und Juli weitere Verbesserungen des Preistrends. Die Branchennachbarn ZFS notieren im Gefolge um 2,3% höher.

Unter den weiteren Finanztiteln sind auch die Versicherer Swiss Life (+2,7%) und Bâloise (+2,4%) gesucht. CS (+1,7%) und UBS (+1,3%) legen moderater zu.

Prozentual grössere Gewinne erzielen auch zyklische Werte wie Logitech (+3,5%), Clariant (+2,2%), Kühne+Nagel (+1,7%) und Syngenta (+1,5%). Auch die weniger konjunktursensitiven Lonza (+2,2%) und Sonova (+2,0%) avancieren deutlich. Richemont und Swatch (je + 1,0%) entwickeln sich verhaltener.

Den SMI nach oben drücken weiter die im Index stark gewichteten Nestlé (+1,0%), Novartis (+1,5%) und Roche (+1,0%).

Im breiten Markt hat Panalpina (Aktie -2,9%) die Erwartungen des Marktes ebenfalls verfehlt. Das Ziel, im laufenden Jahr schneller als der Markt zu wachsen, scheine nicht mehr realistisch, die für 2014 gesteckten Finanzziele sollen indessen erreicht werden, hiess es.

Unter den weiteren Firmen mit Zwischenabschlüssen verlieren ADB (-1,1%), Belimo (+0,4%) können hingegen leicht zulegen. ADB habe unter den Erwartungen gelegen, kommentiert die Bank Vontobel. Das Unternehmen sei weiterhin in einer Übergangsphase. Belimo ist nach Ansicht der Bank Vontobel hingegen eine Wachstums-Story mit einer guten Profitabilität. (awp/mc/ps)

SIX Swiss Exchange

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.