CH-Schluss: Leicht fester

CH-Schluss: Leicht fester

Zürich – Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag leicht fester geschlossen. Der Index hatte aufgrund der Sorgen um die Situation in Griechenland die meiste Zeit des Handelstages im Minus notiert. Am Nachmittag hatten dann Hoffnungen über eine bevorstehende Einigung über weitere Griechenland-Hilfen leichte Stütze verliehen und den SMI ins Plus gedrückt.

Im Fokus standen aber UBS und Swatch im Anschluss an die Jahreszahlen, wobei beide Titel zu den Verlierern gehörten. Trotz der aufkeimenden Hoffnungen über Bewegung in der griechischen Schuldenproblematik blieb die Ungewissheit über den Erfolg, was bei Investoren für Zurückhaltung sorgte.

Denn die Anleger warten weiterhin gespannt auf den nächsten Akt in der griechischen Tragödie. Am Nachmittag sollten sich die griechischen Spitzenpolitiker unter Vorsitz des Ministerpräsidenten Lucas Papademos entscheiden, ob sie dem harten Sparprogramm zustimmen, damit das Land ein neues Hilfspaket in Höhe von 130 Milliarden Euro bekommt. Andernfalls ist Griechenland bis Ende März pleite. Bis Börsenschluss war es aber noch nicht zu einer Einigung gekommen. Die Rede von US-Notenbankchef Ben Bernanke vor dem US-Haushaltsausschuss hatten derweil keinen Einfluss auf den Handelsverlauf.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,17% höher bei 6’157,59 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gab derweil 0,16% auf 940,14 Punkte nach, während der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,17% auf 5’585,07 Zähler stieg.

Grösste Verlierer waren Swatch (-4,0%). Der Uhrenkonzern hat am Morgen nach den Anfang Januar veröffentlichten Umsatzzahlen für das Geschäftsjahr 2011 leicht enttäuschende Rentabilitätskennzahlen nachgeliefert. Auf den Stufen Betriebsgewinn und Konzerngewinn wurden die Markterwartungen leicht verfehlt. Der starke Franken habe nun doch stärkere Spuren hinterlassen als erwartet, hiess es in Analystenkreisen. Von Swatch belastet gaben auch Richemont (-2,5%) überdurchschnittlich nach.

UBS verzeichneten nach einem volatilen Verlauf ein Minus von 1,4%. Das von der Bank veröffentlichte Ergebnis 2011 lag sowohl beim Geschäftsertrag als auch beim Konzernergebnis teilweise deutlich hinter den Konsensschätzungen zurück. Die Aussagen der Firmenverantwortlichen für das laufende Quartal fielen ebenfalls ziemlich vorsichtig aus. In Analystenkreisen gibt man sich enttäuscht über den Ergebnisbeitrag aus dem Wealth Management und dem Wealth Management Americas. Positiv beurteilt wurde dagegen der Nettoneugeldzufluss.

Die Aktien der Credit Suisse (-0,6%), deren Ergebnis am Donnerstag veröffentlicht wird, schlossen ebenfalls im Minus. Julius Bär (-1,6%) hatten bereits am Vortag im Anschluss an die Jahreszahlen knapp 4% eingebüsst. Am Dienstag hat nun HSBC das Rating auf «Underweight» gesenkt, während gleichzeitig Goldman Sachs und die Deutsche Bank ihre Kursziele für den Titel etwas reduziert haben.

Holcim (-0,1%) schlossen nach einem volatilen Verlauf ganz knapp im negativen Bereich. Das Aktienresearch von Morgan Stanley hat im Rahmen einer Branchenstudie zum Bausektor das Kursziel für die Titel des Zementherstellers auf 67 von 61 CHF hinaufgenommen, dies bei unverändertem Rating «Equalweight».

Auch andere Zykliker wie Nobel Biocare (-2,6%), ABB (-1,7%), Adecco (-1,1%) oder Clariant (-0,8%) zeigten grössere Abgaben. Syngenta (+1,3%) konnten derweil im Vorfeld des Jahresergebnisses von Morgen (Mittwoch) zulegen.

Auf der Gewinnerseite standen Lonza (+2,2%) und Logitech (+2,1%) zuoberst. Die Valoren des Computerzubehör-Herstellers wurden in Marktkreisen als potenzielle Turnaround-Titel bezeichnet. Obwohl die Fokussierung der Produkte-Palette auf die mobile Geräte Zeit brauchen werde, beginne das Interesse an den Titeln nach dem enttäuschenden Quartalsbericht von Ende Januar wieder zu wachsen.

Gesucht waren auch Givaudan (+1,3%), Roche (+1,9%) sowie die Aktien der Versicherer Bâloise (+1,1%) und Swiss Life (+1,4%).

Am breiten Markt gaben Meyer Burger nach ersten Angaben zum Geschäftsjahr 2011 um 4,0% nach. Die Ergebnisse sind im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, doch die Kommentatoren streichen heraus, dass sich die schwierige Lage für Roth & Roth auch bei Meyer Burger weiter bemerkbar mache.

Auffallend waren auch Petroplus (-21,6%) oder ALSO-Actebis (+8,6%). (awp/mc/pg)

SIX Swiss Exchange

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