Devisen: Euro gewinnt nach robusten Konjunkturdaten

Devisen: Euro gewinnt nach robusten Konjunkturdaten
(Bild: © Eyetronic / AdobeStock)

Frankfurt – Der Eurokurs hat am Dienstag nach besser als erwartet ausgefallenen Daten aus der Eurozone etwas zugelegt. Am Nachmittag wurde die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,1083 US-Dollar gehandelt, nachdem der Kurs am Morgen ein Tagestief bei 1,1063 Dollar erreicht hatte.

Gegenüber dem Schweizer Franken büsste der Euro dagegen an Wert ein. Nach einem bisherigen Tagestief von 1,0912 kurz vor Mittag notiert er derzeit bei 1,0928 Franken und liegt damit wieder auf dem Niveau am Morgen. Der Dollar kostet derweil 0,9861 Franken und damit weniger als am Vormittag.

Deutsche Wirtschaft: Talsohle erreicht?
Am Markt verstärkte sich die Hoffnung auf ein Ende der Flaute in der deutschen Wirtschaft. Im Dezember sind die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten bereits den zweiten Monat in Folge kräftig gestiegen. Der Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erreichte den höchsten Stand seit Februar 2018. „So langsam schlägt die Skepsis wieder in Zuversicht um“, sagte Ökonom Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg. Ausserdem war auch die französische Industrieproduktion im Oktober stärker als erwartet gestiegen.

Ein beherrschendes Thema an den Finanzmärkten bleibt der Handelskonflikt zwischen den USA und China. Gespannt blicken die Anleger auf ein wichtiges Datum: Am 15. Dezember drohen neue Strafzölle auf chinesische Importe in die USA. Zuletzt hatten aber übereinstimmende Presseberichte eine Verschiebung der neuen Strafzölle ins Spiel gebracht. Jetzt warten an den Finanzmärkten alle gespannt auf eine Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump über die weitere Vorgehensweise im Handelskonflikt. „Ein aufklärender Tweet des US-Präsidenten wäre in diesem Fall für alle Beteiligten doch ausnahmsweise mal wünschenswert“, kommentierte Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1077 (Montag: 1,1075) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9028 (0,9029) Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84073 (0,84195) britische Pfund, 120,27 (120,15) japanische Yen und 1,0922 (1,0959) Schweizer Franken fest.

Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1464 Dollar gehandelt. Das sind etwa zwei Dollar mehr als am Vortag. (awp/mc/ps)

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