Eurokurs legt nach schwachen US-Daten zu

Eurokurs legt nach schwachen US-Daten zu

Frankfurt – Der Eurokurs hat am Freitag nach einem schwachen US-Verbrauchervertrauen anfängliche Verluste wett gemacht und den Höhenflug der vergangenen Tage fortgesetzt. Die europäische Gemeinschaftswährung stieg am späten Nachmittag bis auf 1,1432 US-Dollar. Am frühen Nachmittag war der Eurokurs noch bis auf 1,1324 Dollar gefallen.

Auch zum Schweizer Franken konnte die Gemeinschaftswährung weiter zulegen. Zwischenzeitlich knackte der Euro sogar die 1,05-Marke, sank danach aber wieder leicht. Am späten Nachmittag kostet der Euro 1,0489 CHF und liegt damit fast einen Rappen höher als noch am Donnerstag-Abend. Dagegen musste der US-Dollar zum Franken leicht nachgeben und wird am späten Freitag-Nachmittag zu 0,9175 CHF gehandelt. Am Mittag war der Dollar noch zu 0,9219 CHF umgegangen.

Das in den USA auf den tiefsten Stand seit Anfang Oktober gefallene Verbrauchervertrauen der Universität von Michigan hatte die Dollar-Verluste laut Händlern ausgelöst. Der deutliche Rückgang des Frühindikators im Mai war von Volkswirten nicht erwartet worden. Zudem war die Industrieproduktion in den USA im April den fünften Monat in Folge gefallen.

Baldige Zinswende in USA unwahrscheinlicher
Die enttäuschenden Daten nähren die Befürchtung, dass sich die Schwäche der US-Konjunktur zum Jahresanfang auch im Frühling fortgesetzt hat. Eine baldige Leitzinsanhebung durch die US-Notenbank wird so unwahrscheinlicher. Am Vormittag hatte es zunächst noch nach einer Verschnaufpause in dem seit Mitte April anhaltenden Aufwärtstrend des Euro zum US-Dollar ausgesehen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7211 (0,7231) GBP und 135,78 (136,12) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1220,50 (1225,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 33 830,00 (Mittwoch: 33 550,00) Euro. (awp/mc/upd/ps)

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