Devisen: Euro legt leicht zu – EUR/CHF auf Jahrestief

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Frankfurt – Der Euro hat am Montag im frühen Handel zum US-Dollar leicht zugelegt. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1660 US-Dollar und damit etwas mehr als am Freitagabend.

Auch das EUR/CHF-Währungspaar notiert am Montagmorgen mit 1,0673 leicht höher als am Freitagabend, d.h. der Euro hat auch zum Franken leicht zugelegt. Am späten Freitagabend war das Paar mit 1,06435 auf ein neues Jahrestief gefallen. Ob es danach zu Interventionen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) kam, ist laut Händlern zwar nicht bekannt, aber gut möglich.

Zuletzt gab es jedenfalls mehrmals Anzeichen, dass die SNB gegen die Frankenstärke intervenieren musste. Möglicherweise findet man in der um 10 Uhr zur Veröffentlichung anstehenden Giroguthaben-Entwicklung der letzten Woche gewisse Hinweise diesbezüglich. USD/CHF wurde derweil zuletzt bei 0,9154 gehandelt nach 0,9165 am Freitagabend.

Blick auf die Unternehmensstimmung in Deutschland
Zum Wochenstart richten sich die Blicke der Anleger auf die Unternehmensstimmung in Deutschland. Das Münchner Ifo-Institut veröffentlicht sein monatliches Geschäftsklima. Es wird mit einer abermaligen Eintrübung gerechnet. Zuletzt hatten vor allem die erheblichen Störungen im internationalen Warenhandel für grosse Verunsicherung gesorgt.

Unter Druck stand weiterhin die türkische Lira. Zu Dollar und Euro fiel die Währung abermals auf Rekordtiefstände. Nachdem vergangene Woche vor allem die Geldpolitik der türkischen Notenbank belastet hatte, sorgte zu Wochenbeginn die Aussenpolitik für Verunsicherung. Staatschef Recep Tayyip Erdogan hatte am Wochenende zehn Botschafter, darunter diejenigen Deutschlands und der USA, zu unerwünschten Personen erklärt. Hintergrund sind Forderungen zur Freilassung des türkischen Unternehmers und Kulturförderers Osman Kavala. (awp/mc/hfu)


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