Devisen: Euro auf Konsolidierungskurs – Yen und Franken legen zu

Euro
(Photo by Markus Spiske on Unsplash)

Frankfurt – Der Euro hat am Freitag seine Vortagesverluste nahezu komplett wettgemacht. Die Gemeinschaftswährung stieg bis auf 1,1360 US-Dollar und kostete am Nachmittag noch 1,1347 Dollar.

Kursgewinne verzeichneten auch der japanische Yen und der Schweizer Franken. Händler nannten die deutlich eingetrübte Börsenstimmung als Grund dafür, dass diese beiden Währungen wie oft in unsicheren Zeiten als Horte der Stabilität angesteuert würden. Auslöser waren erneute Ängste vor einer deutlich strafferen Geldpolitik in den USA infolge der hohen Inflation.

Gegenüber dem Franken büsste der Euro auf zuletzt 1,0340 ein, am Mittag stand er noch bei 1,0345 und am Morgen bei 1,0362. Der US-Dollar verbilligte sich auf 0,9113 von 0,9127 bzw. 0,9150 im Tagesverlauf ebenfalls deutlich.

Spürbare Verluste musste dagegen der australische Dollar verkraften. Die Währung gilt als besonders anfällig bei schlechter Stimmung an den Finanzmärkten. An diesem Freitag sackten insbesondere die wichtigsten europäischen Börsenindizes teils deutlich ab.

An den Börsen bestimmte zum Wochenschluss einmal mehr die Diskussion um die künftige Geldpolitik in den USA das Geschehen. Während die US-Notenbank bereits im März die Zinsen anheben könnte, dürfte die Europäische Zentralbank Experten zufolge frühestens im kommenden Jahr eine Zinserhöhung vornehmen.

«Das im Vergleich zur Fed zögerliche Vorgehen der EZB scheint die Gemeinschaftswährung kaum noch zu schwächen», schrieben die Experten der Landesbank Helaba. Die Konsolidierung dürfte sich damit fortsetzen. Der Euro war Mitte letzter Woche über 1,14 Dollar gesprungen, aber am Dienstag wieder klar unter dieses Marke gefallen. Seitdem bewegt sich die Gemeinschaftswährung wieder in der engen Spanne zwischen 1,12 und 1,14 Dollar, die sie im Dezember ausgebildet hatte.

Am Freitag standen derweil nur wenige Konjunkturdaten auf dem Programm. So verschlechterte sich die Verbraucherstimmung in der Eurozone zu Jahresbeginn zwar leicht, nähere sich aber ihrem längerfristigen Durchschnitt an. Die konjunkturellen Aussichten in den USA verbesserten sich im Dezember weiter, wie der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren zeigte.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83633 (0,83265) britische Pfund, 129,14 (129,53) japanische Yen und 1,0353 (1,0382) Schweizer Franken fest.

Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1833 Dollar gehandelt. Das waren 7 Dollar weniger am Vortag. (awp/mc/pg)

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