Devisen: Eurokurs steigt über 1,10 US-Dollar

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(Foto: Pixabay)

Frankfurt am Main – Der Eurokurs ist am Freitag über 1,10 US-Dollar gestiegen. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1003 Dollar. Dies ist der höchste Stand seit Anfang April. In der Nacht hatte er zeitweise noch bei 1,0935 Dollar notiert. Der Euro knüpfte so an deutliche Vortagesgewinne an.

Gegenüber dem Franken gab der Euro allerdings leicht nach auf 1,0559 Franken, nachdem er am Mittag noch 1,0572 Franken gekostet hatte. Der Dollar sank auf 0,9596 Franken und fiel damit wieder unter die Marke von 0,96 Franken. Am Mittag war der „Greenback“ noch für 0,9628 Franken gehandelt worden.

Angesichts der gravierenden wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie wurden als sicher geltende Währungen gesucht. So legte neben dem Franken auch der japanische Yen zu. Händler verwiesen zudem auf eine zuletzt wieder verschärfte Rhetorik des US-Präsidenten Donald Trump in Richtung China wegen der Coronavirus-Krise. Das habe Sorgen in puncto eines erneuten Hochkochens des Zollstreits geweckt.

Der Euro weitete am Nachmittag nach US-Industriedaten seine Gewinne zum Dollar aus. Die Stimmung in der US-Industrie war im April belastet durch die Corona-Krise auf den tiefsten Stand seit der Finanzkrise vor elf Jahren gefallen. Der Einkaufsmanagerindex ISM sank auf den niedrigste Stand seit April 2009. In der Eurozone wurden wegen des Feiertages 1. Mai keine Konjunkturdaten veröffentlicht. (awp/mc/pg)

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