Devisen: Euro legt zu – Auch zum Franken im Plus

Devisen: Euro legt zu – Auch zum Franken im Plus
(Bild: © Eyetronic / AdobeStock)

Frankfurt am Main – Der Eurokurs ist am Montag nach neuen Massnahmen der US-Notenbank kräftig gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,0764 US-Dollar gehandelt. In der Nacht zum Montag war sie noch zeitweise bis auf 1,0636 Dollar gefallen und hatte so den tiefsten Stand seit drei Jahren erreicht.

Auch gegenüber dem Schweizer Franken legte der Euro am Montag zu. Am späten Nachmittag geht die Gemeinschaftswährung bei 1,0572 Franken um. Der US-Dollar erzielt zum Franken ebenfalls leichte Gewinne. Er kostet am Montag-Nachmittag 0,9824 Franken.

Erneut hat die Fed auf die schnelle Ausbreitung des Coronavirus in den USA reagiert, um die Folgen der Krise für die grösste Volkswirtschaft der Welt einzudämmen. Sie erklärt sich jetzt bereit, unbegrenzt Staatsanleihen und andere Anleihen zu kaufen. Darüber hinaus werden mehrere Kreditprogramme aufgelegt, mit denen vor allem die Unternehmen und Haushalte gestützt werden sollen. Die weitere Lockerung der Geldpolitik drückte auf den Dollarkurs. Bereits zuvor hatte die US-Notenbank deutliche Zinssenkungen und ein Anleihekaufprogramm beschlossen.

Zuvor hatte der politische Streit in den USA über das Billionen-Konjunkturpaket für die amerikanische Wirtschaft die Investoren verunsichert und den Dollar belastet. Verhandlungen über ein Coronavirus-Konjunkturpaket waren ins Stocken geraten. Die Demokraten im US-Senat blockierten das federführend von Republikanern erstellte Paket am Sonntagabend. Obwohl beide Seiten seit Freitag über die Details des Pakets verhandelt haben, gab es immer noch grössere Differenzen. Im Verlauf des Montags soll das Paket nochmals zur Abstimmung vorgelegt werden.

„Dass sich der Kongress nicht auf ein Konjunkturpaket geeinigt hat, ist derzeit sicherlich nicht positiv für den US-Dollar“, kommentierte Devisenexperten Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank. Er sieht ein Risiko darin, dass die USA die ökonomischen Folgen der Virus-Krise nicht hinreichend schnell abfedern können.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,92970 (0,91028) GBP und 119,11 (118,37) JPY fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1537 Dollar gehandelt. Das waren rund 39 Dollar mehr als am Vortag. (awp/mc/pg)

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