EU-Eröffnung: Schwach

EU-Eröffnung: Schwach

London – Die Schwäche der US-Börsen im späten Handel am Vorabend hat die europäischen Aktienmärkte am Freitag deutlich unter Druck gesetzt. Der EuroStoxx 50 verlor im frühen Handel 1,33 Prozent auf 2.656,99 Punkte und nahm damit Kurs auf den fünften Verlusttag in Folge. In Paris gab der CAC 40 um 1,24 Prozent auf 3.666,52 Punkte nach. Der Londoner FTSE 100 verlor moderatere 0,62 Prozent auf 5.837,05 Punkte.

Hauptbelastungsfaktor bleibt Börsianern zufolge der Schuldenstreit in den USA, für dessen bis zum 2. August notwendige Lösung die Zeit davonläuft. Zudem überprüft die Ratingagentur Moody»s die Kreditbewertung Spaniens für eine mögliche Abstufung. Daneben prägte wie schon am Vortag eine Zahlenflut das Marktgeschehen. Am Nachmittag könnten noch US-Konjunkturdaten den Wochenausgang mitbestimmen.

Die EADS-Aktien gaben in Paris 1,77 Prozent auf 23,87 Euro ab. Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern hatte trotz eines reissenden Flugzeugabsatzes einen Gewinnrückgang im ersten Halbjahr berichtet und den Markt damit enttäuscht. Beim Elektronikkonzern Schneider Electric liess die leicht gesenkte Ergebnisprognose nach einem Gewinnschub in der ersten Jahreshälfte die Titel um 4,98 Prozent absacken.

Der Energiekonzern Electricite de France (EdF) konnte sein Ergebnis ebenfalls steigern. Die Aktien verloren unterdurchschnittliche 0,85 Prozent auf 26,775 Euro.

Dagegen verdiente der Mineralölkonzern Total wegen Instandhaltungskosten und Produktionsausfällen in Libyen im zweiten Quartal weniger als vor einem Jahr. Auch der Gewinn von Konkurrent Eni litt unter der Entwicklung in Libyen. Die Aktien beider Unternehmen gaben marktkonform nach. In London büssten Anglo American nach Zahlen des Bergbaukonzerns 1,87 Prozent ein. (awp/mc/ps)

Euronext

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