EU-Eröffnung: Schwächer – Schuldenkrisen, Philips und Stresstest

EU-Eröffnung: Schwächer – Schuldenkrisen, Philips und Stresstest

London – Belastet von anhaltender Unsicherheit um die Schuldenkrise der Eurozone aber auch in den USA sind die europäischen Börsen am Montag mit weiteren Verlusten in die neue Woche gestartet. Der EuroStoxx 50 gab am Morgen 1,45 Prozent auf 2.636,63 Punkte ab. In der Vorwoche hatte der europäische Leitindex bereits 4,11 Prozent eingebüßt. Der CAC 40 in Paris verlor 1,33 Prozent auf 3.677,20 Punkte und in London sank der FTSE 100 um 0,94 Prozent auf 5.788,66 Punkte.

Analyst Gregor Kuhn von IG Markets sagte: «Nach dem Belastungstest europäischer Banken gilt nun die Sorge wieder vollends der Schuldenkrise auf beiden Seiten des Atlantiks.» Vor dem Treffen europäischer Regierungschefs werde teils mit einem Scheitern des Sondergipfels gerechnet.

Die am Freitag nach Börsenschluss veröffentlichten Ergebnisse des Banken-Stresstest belasteten im frühen Handel die Finanzwerte. Der Versicherer-Branchenindex Stoxx Europe 600 Insurance sackte als schwächster Sektor um 1,57 Prozent ab, der Stoxx Europe 600 Banks fiel um 1,39 Prozent. Mitten in der EU-Schuldenkrise haben mehr als ein Viertel der getesteten europäischen Banken schlecht abgeschnitten. Acht Institute rasselten bei dem umstrittenen Krisentest durch – fünf aus Spanien, zwei aus Griechenland und eins aus Österreich. 16 weitere Banken erfüllten die Anforderungen beim Härtetest nur knapp. Insgesamt wurden 90 Institute getestet.

Auf Unternehmensseite stehen Philips-Aktien nach der Zahlenvorlage des niederländischen Elektronikkonzerns im Fokus. Das Unternehmen ist im zweiten Quartal wegen Abschreibungen tief in die roten Zahlen gerutscht. Gleichzeitig kündigten die Niederländer aber ein 500 Millionen Euro schweres Spar- und ein zwei Milliarden Euro großes Aktienrückkauf-Programm an. Händler werteten die Aussagen in einer ersten Reaktion eher positiv und lobten insbesondere das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Auch Analysten reagierten zunächst eher positiv und die Aktie gewann 2,02 Prozent auf 17,7150 Euro. (awp/mc/ps)

Euronext

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