EU-Schluss: Gewinne nach robusten Konjunkturdaten aus Asien

EU-Schluss: Gewinne nach robusten Konjunkturdaten aus Asien

Paris – Die wichtigsten Börsen Europas haben am Montag in einem nachrichtenarmen Feiertagshandel ihre positiven Trends aus der Vorwoche fortgesetzt. Der EuroStoxx 50 schloss 0,33 Prozent höher bei 3305,26 Punkten. Der Leitindex der Eurozone bewegt sich damit weiter auf dem höchsten Niveau seit September 2008. Der Pariser CAC-40-Index stieg um 0,17 Prozent auf 4589,12 Punkte und in London kletterte der britische Leitindex FTSE 100 um 0,24 Prozent auf 6875,00 Punkte nach oben.

Börsianer verwiesen auf robuste Zahlen zum chinesischen Aussenhandel und zum Wirtschaftswachstum in Japan. Zudem hätten die Märkte noch die wegweisenden Daten der Vorwoche mit den Beschlüssen der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Arbeitsmarktbericht aus den USA verdaut, sagte Händler Markus Huber vom Broker Peregrine & Black. Diese Veröffentlichungen hatten eine erneute Rekordjagd an den Börsen ausgelöst und viele Indizes auf Höchststände getrieben.

Schlusslicht im Branchentableau war der Index der Automobilwerte. Er gab um 0,23 Prozent nach. Der Index der Bankenwerte knüpfte hingegen mit einem Plus von 0,62 Prozent an seine Aufwärtsbewegung nach der Leitzinssenkung und den angekündigten weiteren Schritten der EZB an.

Die Analysten von JPMorgan rechnen in einer Studie mit positiven Auswirkungen der EZB-Massnahmen für die Banken in den Peripheriestaaten der Eurozone. Dabei hoben sie die Banco Popular hervor. Deren Papiere verteuerten sich daraufhin um 4,62 Prozent. Im EuroStoxx 50 stiegen die Bankentitel BNP Paribas und Santander um 0,79 beziehungsweise 0,83 Prozent.

Telefonica-Aktien legten um 0,93 Prozent zu. Der spanischen Zeitung „Expansion“ zufolge verhandelt die Telefongesellschaft mit Versorgern über die Einrichtung intelligenter Stromzähler in dem Land. Diese „Smart Meter“ bieten die Spanier bereits in Grossbritannien an. In London fielen die Papiere der Lloyds Banking Group nach Details zum Börsengang ihrer Tochterbank TSB um 1,66 Prozent. Der Preis je TSB-Papier soll zwischen 220 und 290 Pence liegen. (awp/mc/ps)

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