EU-Schluss: Versöhnlicher Abschluss

EU-Schluss: Versöhnlicher Abschluss

London – Der EuroStoxx 50 hat am Freitag ein desaströses Jahr versöhnlich abgeschlossen. Der Index verabschiedete sich mit einem Aufschlag von 1,06 Prozent auf 2.316,51 Punkten von 2011. In der Jahresbilanz weist der EuroStoxx allerdings ein sattes Minus von 17,05 Prozent aus. Für das neue Jahr sind Börsianer dennoch zurückhaltend: Die zehn von dpa-AFX befragten Experten rechnen im Schnitt nur mit einem Gewinn von knapp sieben Prozent.

In Paris gewann der Cac 40 am Freitag 1,03 Prozent auf 3.159,81 Punkte. Auf Jahressicht fuhr der Index ein deutliches Minus von 16,95 Prozent ein. In London legte der FTSE 100 in einem verkürzten Handel lediglich um 0,10 Prozent auf 5.572,28 zu. Die Jahresentwicklung fiel mit einem Abschlag von nur 5,55 Prozent dafür deutlich weniger deprimierend aus.

Marktteilnehmer berichteten am letzten Handelstag des Jahres von einem wie an den Vortagen ruhigen Geschäft mit dünnen Umsätzen. Marktbewegende Nachrichten hatte es weder von Konjunktur- noch von Unternehmensseite gegeben. Alle Sektoren beendeten den Handel im Plus. Die grössten Aufschläge verzeichneten Industrietitel, während Technologieaktien am wenigstens zulegten.

Mit 2011 geht für die Aktionäre von Banken ein schlimmes Jahr zu Ende. Unter den zehn grössten Verlierern im EuroStoxx 50 finden sich nicht weniger als vier Vertreter dieser Branche. Das grösste Minus weist die italienische Unicredit mit einem Abschlag von 58,53 Prozent auf. Dicht dahinter folgt die französische Societe Generale mit minus 57,22 Prozent. Die Abschläge bei BNP Paribas (-36,25%) und Intesa SanPaolo (-32,03%) sind zwar deutlich niedriger, aber immer noch schwer zu verschmerzen. Mit Daimler (-33,14%) findet sich unter den zehn grössten Verlierern des Jahres nur ein deutscher Wert.

Für die Inhaber von als defensiv eingestuften Werten war 2011 hingegen ein gutes Jahr. So legte der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis als bester Wert um 18,60 Prozent zu. Das niederländisch-britische Konsumgüterunternehmen Unilever folgt mit plus 14,03 Prozent. Auch der spanische Modekonzern Inditex (+13,23%) und der Braukonzern Anheuser-Busch Inbev (+10,53%) konnten zweistellig zulegen.

Mit SAP (+7,22%) und Deutsche Börse (unverändert) finden sich zwei Titel aus Deutschland in der Liste der zehn Werte, die sich 2011 am besten entwickelt haben. Angesichts des insgesamt schwachen Abschneidens des EuroStoxx 50 schaffte es mit Total (-0,38%) in diesem Jahr sogar ein Wert trotz eines wenn auch kleinen Verlustes in diese Liste. (awp/mc/pg)

Euronext

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