EU-Schluss: ESTX50 büsst 1,4% auf 3’261 Punkte ein

EU-Schluss: ESTX50 büsst 1,4% auf 3’261 Punkte ein

London –  Ernüchterung nach dem Jubel über die US-Leitzinsanhebung: Europas Börsen haben sich am Freitag von der negativen Börsenstimmung in den USA mitziehen lassen und sind wieder auf Talfahrt gegangen. Jenseits des Atlantiks drückte der weiter schwache Ölpreis auf die Gemüter, da er die Sorgen um die Weltwirtschaft weiter anfachte. Zudem stand der «Hexensabbat» im Fokus der Anleger, denn heute verfielen an den weltweiten Terminmärkten Optionen und Futures auf Aktien und Indizes. Dadurch können Kurse und Indizes ohne ersichtlichen Grund stärker schwanken.

Der EuroStoxx 50 beendete den Handel mit minus 1,38 Prozent auf 3’260,72 Punkte und legte damit im Wochenverlauf immer noch um 1,8 Prozent zu. Der CAC-40-Index in Paris sank um 1,12 Prozent auf 4625,26 Punkte. Ausserhalb der Eurozone verlor der FTSE 100 in London 0,82 Prozent auf 6052,42 Punkte.

«Es war zwar dank der Leitzinsanhebung in den USA eine insgesamt positive Woche für Europas Börsen, aber letztlich haben die fortgesetzte Ölpreisschwäche und Sorgen um die chinesische Wirtschaft wieder die Oberhand gewonnen», sagte Marktanalyst Michael Hewson vom Devisenhändler CMC Markets UK.

Aus Branchensicht waren europaweit nur Papiere von Bergbaukonzernen wie Anglo American, BHP Billiton oder Randgold besonders stark gefragt. Der entsprechende Sektorindex legte als einziger Gewinner der insgesamt 19 Sektoren des Stoxx Europe 600 um 0,58 Prozent zu. Argentinien hat am Mittwoch die Devisenkontrolle abgeschafft. Von dem stark abwertenden Peso profitieren Betreiber von Minen in dem südamerikanischen Land.

Schwächste europäische Branche war die der Telekommunikationswerte mit einem Minus von 2,17 Prozent. Telefonica, KPN und BT Group zeigten sich hier besonders schwach mit Verlusten zwischen 2,6 und 3,4 Prozent.

Unter den Einzelwerten gewannen die Anteilsscheine von Alstom in Paris 1,05 Prozent hinzu. Der Zughersteller hat zusammen mit dem Unternehmen Bombardier einen milliardenschweren Grossauftrag aus Belgien an Land gezogen. (awp/mc/upd/ps)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.