EU-Verlauf: Seitwärts im Minus

EU-Verlauf: Seitwärts im Minus

London – Zunehmende Zweifel an einer Rettung Griechenlands sowie ein drohender Rundumschlag der Ratingagentur Moody’s gegen den weltweiten Bankensektor haben die europäischen Aktien im Verlauf belastet. Der Eurostoxx 50 fiel in den ersten Handelsminuten mehr als ein Prozent ins Minus und blieb dort kaum bewegt bis zum Mittag. Zuletzt notierte der europäische Leitindex 0,92 Prozent tiefer auf 2.470,99 Punkten. In Paris sank der CAC-40-Index um 0,63 Prozent auf 3.369,12 Punkte und der britische FTSE 100 verlor 0,60 Prozent auf 5.856,72 Punkte.

Die anhaltende Opposition einiger EU-Mitgliedsländer gegen das 130 Milliarden Euro schwere Hilfspaket für die Griechen hat Marktteilnehmern zufolge die Börsen belastet. Negative Impulse verlieh Händlern zufolge auch die von Moody’s am Vorabend angekündigte Überprüfung der Kreditwürdigkeit von weltweit mehr als 100 Banken. Unter den Kandidaten für eine mögliche Herabstufung des Ratings befinden sich neben den grössten europäischen Kreditinstituten auch die wichtigsten US-Geldhäuser. Dies zog die Bankentitel steil nach unten und sorgte dafür, dass der Branchenindex Stoxx Europe 600 Banks mit minus 1,34 Prozent schwächster Sektor war. So verloren BBVA als schwächster EuroStoxx-Wert 4,85 Prozent und Banco Santander 3,41 Prozent.

Im Blickpunkt standen ferner Aktien von Unternehmen, die Geschäftszahlen präsentiert hatten. So profitierten Nestlé vom Quartalsausweis und legten gegen den Markttrend zu. Mit einem Plus von 1,65 Prozent waren sie Spitzenreiter im Stoxx 50. Dagegen reagierten ABB negativ auf die veröffentlichten Kennziffern und gaben 3,46 Prozent ab. (awp/mc/ps)

Euronext

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