Euro auf neuen Tiefständen zu Dollar und Franken

Eurokurs © Niffylux -www.niffylux.com
(Bild: © Niffylux - www.niffylux.com)

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Frankfurt am Main – Am Devisenmarkt hat die Talfahrt des Eurokurses am Freitag nach dem Öffnen der Geldschleusen durch die Europäische Zentralbank (EZB) an Tempo gewonnen. Zum Schweizer Franken hat der Euro am frühen Nachmittag die Grenze von 98 Rappen deutlich unterschritten, bevor er sich gegen Abend wieder etwas erholt hat. Zur US-Währung ist der Euro im Handelsverlauf zeitweise unter 1,12 USD und damit auf den tiefsten Stand seit September 2003 gefallen.

Am späten Nachmittag notierte der Euro/Frankenkurs mit 0,9879 CHF wieder um rund einen Rappen über dem Tagestief von 0,9775 CHF. Zum US-Dollar notiert der Euro bei 1,1254 USD ebenfalls über dem Tief von 1,1148. Einen unmittelbaren Grund für den Taucher am frühen Nachmittag gab es laut Devisenexperten nicht, fielen doch Konjunkturdaten besser aus als erwartet.

Franken verliert gegenüber dem Dollar
Seit Bekanntgabe des EZB-Programms am Donnerstagnachmittag hat der Franken zwar gegenüber dem Euro zugelegt. Gegenüber dem Dollar hat er jedoch an Wert verloren. Das zeigt, dass derzeit vor allem der Euro das Problem sei, hiess es. Am Freitagabend kostete die US-Währung mit 0,8779 CHF erneut einen halben Rappen mehr als noch am Mittag (0,8729 CHF)

«Wir erwarten, dass der Euro mit dem Aufkaufprogramm der EZB vorerst weiter unter Abwertungsdruck bleibt», hiess es in einer Einschätzung der Privatbank HSBC Trinkaus. Sie senkte ihre Jahresendprognose für den Euro umgehend von 1,15 Dollar auf nur noch 1,09 Dollar. Einige Experten halten selbst einen Kursverfall bis zu einem Dollar für einen Euro für nicht mehr ausgeschlossen.

Im Handelsverlauf richtet sich der Fokus der Anleger immer stärker auf die vorgezogene Parlamentswahl in Griechenland am kommenden Sonntag. Laut jüngsten Umfragen zeichnet sich immer stärker ein deutlicherer Sieg des Linksbündnisses Syriza ab. Ein Regierungswechsel in dem angeschlagenen Euroland könnte den Eurokurs ebenfalls belasten, hiess es aus dem Handel.

Die Feinunze Gold wurde in London mit 1294,75 (1295,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 36 380,00 (35 030,00) Euro. (awp/mc/pg)

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