Euro am Nachmittag wieder etwas fester

Euro am Nachmittag wieder etwas fester

Frankfurt – Der Euro ist am Dienstag auf den tiefsten Stand seit zweieinhalb Jahren gefallen. Die Aussicht auf ein weiteres Öffnen der Geldschleusen in der Eurozone und die Krise in Griechenland belaste die Einheitswährung, hiess es aus dem Handel. Am Morgen stand der Euro bei 1,2124 Dollar und damit so tief wie seit Juli 2012 nicht mehr. Am Nachmittag konnte sich der Kurs auf 1,2165 Dollar erholen, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2160 (Montag: 1,2197) Dollar festgesetzt hatte.

Nach wie vor wird der Euro von der Aussicht auf eine neue Lockerung der EZB-Geldpolitik belastet. Experten gehen davon aus, dass die Notenbanker im Kampf gegen die zu niedrige Inflation zu breit angelegten Staatsanleihekäufen greifen werden. Zuletzt hatten Preisdaten aus Spanien die Spekulation auf weitere Massnahmen der EZB verstärkt. Hier zeigte sich im Dezember der stärkste Preisverfall seit über fünf Jahren.

Auch Griechenland lastet auf Gemeinschaftswährung
Ausserdem belaste die erneute Zuspitzung der Krise in Griechenland die Währung, hiess es weiter. In dem von der Pleite bedrohten Land stehen vorgezogene Parlamentswahlen an, aus denen das Bündnis des Linkspolitikers Alexis Tsipras als Sieger hervorgehen könnte. Mittlerweile gibt es aber immer mehr Experten, die selbst einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone als ungefährlich ansehen. «Ich glaube, die Währungsunion könnte heute einen Austritt Griechenlands verkraften. Die Ansteckungseffekte auf andere Länder wären gering», sagte beispielsweise der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, Michael Hüther.

Gegenüber dem Schweizer Franken und verglichen mit dem Stand am Mittag notieren sowohl der Euro als auch der US-Dollar nahezu unverändert. So kostet ein Euro zur Berichtszeit 1,2028 nach 1,2030 CHF, der US-Dollar notiert zu 0,9887 nach 0,9889 CHF.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7823 (0,7842) britische Pfund, 145,41 (146,96) japanische Yen und 1,2028 (1,2028) Schweizer Franken fest. (awp/mc/upd/ps)

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