Devisen: Robuste US-Einzelhandelsumsätze stützen Dollar

Eurokurs
(Bild: © Niffylux - www.niffylux.com)

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Frankfurt – Der Kurs des Euro ist am Freitag belastet durch starke US-Einzelhandelsumsätze gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,1252 US-Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte der Euro noch über der Marke von 1,13 Dollar notiert.

Auch zum Schweizer Franken konnte der US-Dollar wieder etwas an Boden gut machen. Er kostete am späten Nachmittag 0,9770 CHF und hat damit gegenüber dem Vorabend fast einen halben Rappen gewonnen. Am Donnerstag war der Franken gegenüber dem Dollar noch auf den höchsten Wert seit vier Monaten geklettert. Auch der Euro steckt am Freitag leichte Verluste gegenüber dem Franken ein. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0994 CHF und damit fast einen halben Rappen weniger als noch vor Tagesfrist.

Damit kommt es zu einer Gegenbewegung nach der jüngsten Dollarschwäche. Als deren Ursache sehen Experten die sinkenden Zinserwartungen für die USA, was die US-amerikanische Währung belastet habe. «Auf wöchentlicher Basis hat die SNB wahrscheinlich am Devisenmarkt interveniert und den Kurs gedrückt», sagte Luca Bindelli, Währungsspezialist bei der Credit Suisse gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Schwarze Börsenwoche
Hinzu kam die schwarze Woche an den Börsen, die Abkehr der Investoren von Aktien. Die Bewegung hält Bindelli aber nicht für dauerhaft. Er prognostiziert, dass die tiefen Zinserwartungen gegenüber dem Dollar wieder steigen werden und hält die Risikoaversion gegenüber Aktien für übertrieben. Die Risikoaversion gegenüber Aktien, also die Furcht vor Verlusten mit Aktien, sei übertrieben, und die tiefen Zinserwartungen gegenüber dem Dollar werden wieder steigen, prognostiziert er.

Zum jüngsten Rebound der US-Wähung trugen neben der am Freitag guten Stimmung an den Aktienmärkten auch die Umsätze des US-Einzelhandels im Januar bei. Diese sind mit plus 0,2% zum Vormonat etwas stärker gestiegen als erwartet. «Die Einzelhandelsumsätze zeichnen ein robustes Bild der Konjunkturentwicklung in den USA», kommentierte Devisenexperte Ralf Umlauf die Zahlen. «Rezessionssorgen lassen sich auf dieser Basis nicht herleiten.» Zuletzt hatten Sorgen um die US-Wirtschaft die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen in den USA stark gedämpft und den Dollar belastet.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,77735 (0,78740) GBP und 127,07 (127,30) JPY fest.

Ein Kilogramm Gold kostete 34 720,00 (34 180,00) Euro. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1239,75 (1241,00) Dollar gefixt. (awp/mc/upd/ps)

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