Euro legt zu

Euro legt zu

Frankfurt am Main – Der Euro hat zum Wochenausklang zugelegt. In der Spitze stieg die Gemeinschaftswährung am Freitag auf knapp 1,32 Dollar und kostete damit einen dreiviertel Cent mehr als am Morgen. Bis zum späten Nachmittag gab der Euro einen Teil der Gewinne aber wieder ab und kostete zuletzt 1,3160 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3159 (Donnerstag: 1,2982) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7599 (0,7703) Euro.

Am Markt wurde die feste Tendenz des Euro vornehmlich mit der Hoffnung begründet, die Euro-Finanzminister könnten bereits am Montag das zweite Hilfspaket für Griechenland über 130 Milliarden Euro freigeben. Gleichwohl bleibt die Unsicherheit vor der wichtigen Zusammenkunft gross. So gilt es als zusehends ungewiss, ob Griechenlands Staatsverschuldung bis zum Jahr 2020 auf den angepeilten Zielwert von 120 Prozent der Wirtschaftsleistung gesenkt werden kann. Die «Süddeutsche Zeitung» berichtete zudem, Finanzminister Wolfgang Schäuble denke zunehmend über eine formelle Pleite Griechenlands nach.

Griechische Staatsanleihen in EZB-Bestand in neue Titel getauscht
Hierzu passt, dass sich die EZB unlängst gegen eine Beteiligung an einem Schuldenschnitt Athens abgesichert hat. Wie aus Notenbankkreisen zu vernehmen war, seien alle griechischen Staatsanleihen im EZB-Bestand gegen neue Titel mit anderer Kennung getauscht worden. Damit schirmt sich die Notenbank gegen einen schärferen Forderungsverzicht ab, sollte der angepeilte Schuldenschnitt privater Investoren nicht ausreichen oder zustande kommen. Experten sehen in dem Vorgehen der Notenbank aber grosse rechtliche und ökonomische Risiken. Insbesondere bestehe die Gefahr, dass das Zutrauen der Anleger in Staatsanleihen anderer Euro-Länder Schaden nimmt, indem die EZB faktisch wie ein bevorrechtigter Gläubiger behandelt wird.

Zum Franken leicht gestiegen
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82845 (0,83480) britische Pfund und 102,31 (102,73) japanische Yen fest. Zum Franken konnte der Euro leicht zulegen. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2080 CHF nach 1,2078 CHF am Mittag. Der Dollar gab derweil nach und fiel auf 0,9183 CHF nach 0,9197 CHF.

In London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1.723,00 (1.713,00) Dollar fixiert. Ein Kilogramm Gold kostete 41.630,00 (41.750,00) Euro.

(awp/mc/pg)

EZB-Referenzkurse

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