Euro und Pfund profitieren von schwindender Brexit-Angst

Euro und Pfund profitieren von schwindender Brexit-Angst

Frankfurt – Der Euro und das britische Pfund haben am Tag der Abstimmung über die Zukunft Grossbritanniens in der Europäischen Union zugelegt. Zuletzt gaben sie aber wieder etwas nach. Zum US-Dollar legte der Euro dabei zeitweise um einen Cent bis auf 1,1421 USD zu und das Pfund stieg in der Spitze auf 1,4947 USD. Bis zum späten Donnerstagnachmittag gab der Euro allerdings wieder auf 1,1364 USD nach.

Auch zum Schweizer Franken gab die europäische Gemeinschaftswährung einen Teil ihrer Tagesgewinne wieder ab. Nachdem sie am frühen Nachmittag bei 1,0879 CHF und kurzzeitig gar über 1,09 CHF lag, steht sie am späten Nachmittag wieder bei 1,0853 CHF. Gleiches gilt für das Pfund, welches auf 1,4137 CHF notiert, nachdem es am frühen Nachmittag noch bei 1,4225 CHF stand. Der Dollar zum Franken geht derweil kaum verändert für 0,9551 nach 0,9553 CHF am frühen Nachmittag um.

Quoten britischer Wettbüros deuten auf «Remain»
«Die Märkte erwarten, dass die Wähler den Brexit ablehnen werden», kommentierte das britische Analysehaus Capital Economics die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten. Neue Umfragen deuteten unter dem Strich darauf hin, dass sich die Briten gegen einen Austritt (Brexit) ihres Landes aus der EU entscheiden könnten. Laut Buchmachern liegt die Wahrscheinlichkeit, dass Grossbritannien in der EU bleibt, aktuell bei rund 80%. Entsprechend seien die Märkte im “risk-on”-Modus, erklärt Marktanalyst Andreas Ruhlmann.

Von der schwindenden Brexit-Angst profitierten nicht nur der Euro und das britische Pfund, das zum Dollar auf den höchsten Stand in diesem Jahr stieg. Auch Währungen, die meistens von einer stärkeren Risikoneigung profitieren, legten deutlich zu. Dazu zählten der australische und der neuseeländische Dollar. Die Weltreservewährung Dollar und der japanische Yen, der als sicherer Anlagehafen gilt, gaben dagegen auf breiter Front deutlich nach.

Erste Ergebnisse in der Nacht zum Freitag
In Grossbritannien sind die Wahllokale bis 23.00 Uhr geöffnet. Erste Abstimmungsergebnisse werden in der Nacht auf Freitag erwartet. Mit verlässlichen Ergebnissen wird am Freitagmorgen gerechnet.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,76595 (0,76793) GBP und 120,38 (118,01) JPY fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1’262,15 (1’264,85) USD gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 35’180,00 (35’470,00) EUR. (awp/mc/upd/ps)

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